2. Juni 2020 | Regensburg

Auch in diesen Tagen läuft der Hafenbetrieb

Hafenbetrieb im bayernhafen Regensburg (Osthafen)

Quelle: bayernhafen Regensburg / Maschauer

Als Güterdrehscheibe verbindet der bayernhafen Regensburg die regionale Wirtschaft in Ostbayern mit der Welt und sorgt dafür, dass Langstreckenverkehre weg von der Straße auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn verlagert werden. 80 Firmen mit rund 1.800 Beschäftigten sind im Hafen angesiedelt und bilden ein leistungsstarkes Logistik-Netzwerk.

Wie wichtig funktionierende Lieferketten und eine robuste Infrastruktur sind, zeigt sich auch und gerade in der besonders herausfordernden Corona-Zeit. Auch in diesen Tagen läuft der Hafenbetrieb wie die aktuellen Fotos zeigen.

„Den ‚Laden am Laufen‘ halten insbesondere auch Menschen, deren Tätigkeit nicht ins Homeoffice verlagert werden kann“, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „auf Kran, Stapler und Reachstacker, am Steuer, in den Logistikhallen, im Recyclingbetrieb, vor Ort eben – Ihnen allen gebührt höchster Respekt.“

Regensburg gehört als einer von zwei Binnenhäfen in Bayern zu den von der EU definierten Kernnetzhäfen von europäischer Bedeutung und ist beim Schiffsgüterumschlag führend in ganz Bayern.

 

kurs 12 2019 | GüterWege

24 Biertanks auf ihrem Weg zur Brauerei Budweiser Budvar

Von Unterfranken ins tschechische Budweis via bayernhafen Passau

Schwerlast Umschlag Biertanks bayernhafen Passau LHM420 Liebherr

Schwere und großvolumige Güter können per Binnenschiff sicher und umweltschonend transportiert werden. So reisten im Oktober 2019 insgesamt 24 Biertanks per Schiff von Unterfranken nach Passau. Mit dem Anfang des Jahres in Betrieb genommenen Hafenmobilkran wurden sie für die letzte Etappe zur tschechischen Brauerei Budweiser Budvar auf Spezialfahrzeuge umgeladen. (Bildquelle: bayernhafen / Ziegler)

Per Binnenschiff reisten im Oktober insgesamt 24 Biertanks nach Passau in Nieder­bayern. Auf ihrem Weg von Unterfranken zur welt­bekannten tschechischen Brauerei ­Budweiser Budvar wechselten die je 19 Tonnen schweren und rund 18,5 Meter langen Tanks im ­bayernhafen Passau ihr Transportmittel.

Bereits am 7. Oktober 1895, vor über 124 Jahren, wurde die erste Charge Bier von der Brauerei im tschechischen Budweis gebraut. Die Brauerei Budweiser Budvar verwendet als Zutaten ­Hopfen, mährisches Malz und einzigartiges Wasser, dem das Bier auch seinen unverwechselbaren Geschmack verdankt. Zum kristallklaren Wasser, einem Erbe eines Sees aus der Eiszeit, führen 300 Meter tiefe artesische Brunnen direkt in der Brauerei. Der Haupt-Gärprozess erfolgt in Tanks bei einer Temperatur von maximal 10°C. In horizontalen Lagertanks darf das Bier dann so lange reifen, bis sich sein Geschmack entfaltet hat. Insgesamt 1.602.000 Hektoliter Bier wurden von dem tschechischen Staatsbetrieb in 2018 in über 70 Länder der Welt geliefert.

Die 24 neuen Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 3.025 Hektolitern hat die Firma Ziemann Holvrieka, ein großer Hersteller von Brauerei­tanks und schlüsselfertigen Brauereianlagen, in der Produktionsstätte im unterfränkischen Bürgstadt gefertigt. Mit je bis zu sechs Tanks beladen ging es per Binnenschiff der ­Reederei Rhenus über Main, Main-Donau-Kanal und Donau bis nach Passau. Schwere und großvolumige Güter können auf dem Binnenschiff sicher und umweltschonend transportiert werden.

Schwergutumschlag mit neuem bayernhafen Mobilkran

Im bayernhafen Passau wurden die Tanks mit dem hafeneigenen Mobilkran vom Schiff entladen. Der Kran vom Typ LHM 420 kann Einzellasten mit einem Gewicht von bis zu 120 Tonnen umschlagen. „Mit dem Anfang des Jahres in Betrieb genommenen Kran haben wir die besondere Rolle des Standorts Passau für Schwergut- und Volumentransporte weiter gestärkt“, so bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann.

Die Logistikkette von Passau nach Budweis organisierte das auf Schwertransporte spezialisierte Familienunternehmen Hermann Paule GmbH & Co. KG aus Stuttgart. Für die letzte Etappe des Transports von Passau ins rund 140 Kilometer entfernte Budweis setzte die Firma Paule sogenannte ’Hubhebelkesselbrücken’ ein. Mit diesen Spezialfahrzeugen mit einem hydraulischen Hub von bis zu 1,50 m über dem Boden können Hindernisse wie z.B. Kreisverkehre leichter überwunden werden. Den Auftrag für die Begleitung des Schwertransports auf der Straße hatte die Firma Paule der Firma Lakota in Passau erteilt.

14. Januar 2019 | Passau

Schwergewichte auf die Reise geschickt

Spektakulärer Schwergutumschlag im bayernhafen Passau

Teaser Zeitraffer Montage Liebherr LHM420 bayernhafen Passau

Ein Zeitraffer-Video zeigt einen spektakulären Schwergutumschlag im bayernhafen Passau. Zwei Anlagen wurden im Dezember auf ein RoRo-Schiff der Firma Donau Star BG EOOD verladen. Den Umschlag des 82 Tonnen-Schwergewichts übernahm der hafeneigene Mobilkran im Teamwork mit einem Autokran von Kran Saller.  Auf der Donau ging die Reise weiter nach Bulgarien.

Der RoRo-Liniendienst der Firma Donau Star BG EOOD verbindet Passau über das österreichische Enns mit Vidin und Ruse in Bulgarien. Transportiert wird jegliches rollendes Equipment, wie z.B. Landmaschinen, aber auch sonstige schwere und voluminöse Güter wie Windflügel, die dann mittels Kran zugeladen werden.

3. Juli 2018 | Regensburg

Der nächste Winter kommt bestimmt.

Salzhalle im bayernhafen Regensburg wird befüllt.

Umschlag Salz Kran bayernhafen Regensburg

Auch wenn am vermutlich bislang heißesten Tag des Jahres kaum jemand daran glauben mag, der nächste Winter kommt bestimmt. Streusalz, das im Winter dann die Straßen eisfrei hält, wird derzeit in der Salzhalle im bayernhafen Regensburg eingelagert. Angeliefert wird das Streusalz per Binnenschiff. Die auch an die Schiene angebundene Salzhalle fasst 80.000 t – Umschlag und Betrieb übernimmt die im bayernhafen Regensburg angesiedelte DTU Donau- Transport- und Umschlaggesellschaft.

7. März 2018 | Passau

Erstmals 60-Meter-Windflügel verladen

Eindrucksvoller Projektumschlag im bayernhafen Passau

Verladung von 60m Windflügeln aufs Binnenschiff im bayernhafen Passau

Bildquelle: bayernhafen Passau / Ingo Maschauer

Passau, 07.03.2018 – Ein besonderer Schwergutumschlag stand Anfang März im bayernhafen Passau auf dem Programm: Ins Binnenschiff verladen wurden 24 Windflügel mit einem Einzelgewicht von circa 17 Tonnen und erstmals mit einer Länge von 60 Metern, was in etwa der Länge eines Spielfelds im Eishockey entspricht.

Über die Straße waren die Windflügel aus Polen nach Passau-Schalding transportiert worden. Im Auftrag der Firma Transannaberg übernahm der bayernhafen Passau den Umschlag der Windflügel. Viel Fingerspitzengefühl erforderte die präzise Verladung ins Binnenschiff mit dem hafeneigenen Mobilkran im Teamwork mit einem Autokran von Transannaberg.

Auf der Donau geht die Reise der Windflügel weiter bis zum rund 1.100 Flusskilometer entfernten Hafen Pancevo in Serbien. Den Tansport übernimmt die ‚Ursa Montana‘ – mit einer Länge von 191,5 Metern und einer Breite von 17,40 Metern einer der größten Koppelverbände in ganz Europa. Aufgrund ihrer Größe kann die ‚Ursa Montana‘ in Bayern nur den bayernhafen Passau ansteuern, was die besondere Stellung dieses Hafenstandortes für Schwergut- und Volumentransporte unterstreicht.

Der bayernhafen Passau gehört mit den Häfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth und Regensburg zur bayernhafen Gruppe. Durch ihre gute Erreichbarkeit für überbreite und hohe Anlagenteile wie zum Beispiel Trafos und entsprechende Umschlagmöglichkeiten sind die Standorte der bayernhafen Gruppe ein wichtiger Standortfaktor für den Maschinen- und Anlagenbau.

10. Juli 2017 | bayernhafen

Autokran und Schleusentore am Haken

Spektakuläre Schwergutumschläge im bayernhafen Regensburg

Umschlag Schleusentore im bayernhafen Regensburg

Spektakulärer Schwergutumschlag im bayernhafen Regensburg: Ein 55 Tonnen schweres Schleusentor wird im sogenannten Twinverfahren ins Binnenschiff verladen. Bild-Quelle: bayernhafen Regensburg / altrofoto Uwe Moosburger

Regensburg, 10. Juli 2017 – Gleich zwei spektakuläre Schwergutumschläge in kurzer Zeit im bayernhafen Regensburg: Anfang Juli hing ein 44 Tonnen schwerer Autokran selbst am Haken. Der für einen Empfänger in Bulgarien bestimmte Autokran wurde von zwei Hafenkränen in ein Binnenschiff verladen. In der Woche zuvor wurden schon zwei Schleusentore umgeschlagen. Die jeweils 15,3 Meter langen, 4,65 Meter breiten, 4,2 Meter hohen und rund 55 Tonnen schweren Schleusentore sind für die Schleuse Cernavoda in Rumänien bestimmt. Die präzise Verladung der Schleusentore und des Autokrans ins Binnenschiff übernahmen zwei Hafenkräne am Westhafen im Twinverfahren, d.h. zwei Kräne nehmen sich zusammen eines Umschlagguts an.

Die in Plauen gefertigten Schleusentore wurden per Lkw nach Regensburg transportiert. Die Reise von Regensburg nach Cernovada per Binnenschiff erfordert rund zehn bis zwölf Tage. In Cernovada beginnt der Donau-Schwarzmeer-Kanal, der nach rund 65 Kilometern bei Konstanza ins Schwarze Meer mündet. Organisiert wurde der Schwergutumschlag von der im Hafen Regensburg ansässigen DTU Donau-Transport- und Umschlaggesellschaft mbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von Kühne+Nagel Deutschland und der Main- Schifffahrts-Genossenschaft MSG. Die Verschiffung erfolgte durch die Panta Rhei Befrachtungs- und Speditions GmbH, eine 65%ige Tochter der Kühne + Nagel Euroshipping. „Schwere und großvolumige Güter lassen sich auf dem Binnenschiff sicher und umweltschonend transportieren“, sagt Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, „dagegen sind Schwertransporte auf der Autobahn erheblich aufwendiger.“ Der bayernhafen Regensburg gehört mit den Häfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth und Passau zur bayernhafen Gruppe. Durch ihre gute Erreichbarkeit für überbreite und hohe Anlagenteile wie zum Beispiel Trafos und entsprechende Umschlagmöglichkeiten sind die Standorte der bayernhafen Gruppe ein wichtiger Standortfaktor für den Maschinen- und Anlagenbau.

Umschlag Autokran Twinverfahren bayernhafen Regensburg Ein weiterer dicker Brocken am Haken: die Verladung eines 44 Tonnen schweren Autokrans im sogenannten Twinverfahren im bayernhafen Regensburg. Organisiert wurde der Schwergutumschlag von der im Hafen Regensburg ansässigen DTU Donau-Transport- und Umschlaggesellschaft mbH. Bild-Quelle: bayernhafen Regensburg / Ingo Maschauer

Umschlag Schleusentore Schwerlast bayernhafen Regensburg Per Binnenschiff lassen sich schwere und großvolumige Güter sicher und umweltschonend transportieren. Hier im Bild die Verladung eines Schleusentores im bayernhafen Regensburg. Bild-Quelle: bayernhafen Regensburg / altrofoto Uwe Moosburger

13. April 2017 | Roth

Ausflugsschiff „MS Utting“ über den bayernhafen Roth an den Ammersee

Verladung Schiffsrumpf Schwergut bayernhafen Roth

Ausflugsschiff „MS Utting“ über den bayernhafen Roth an den Ammersee

Am Freitag, den 07. April 2017 ist im bayernhafen Roth die „MS Utting“ per Binnenschiff angekommen. Das Ausflugsschiff kam von einer Werft bei Bonn und wurde in zwei Teilen – Schiffsrumpf und Schiffsoberdeck – per Schwerlast-Mobilkranen an Land gebracht. Am Montagabend folgte dann der Transport per Tieflader-Lkw über die A9 nach Inning am Ammersee. Der Transport auf der Autobahn war aufgrund der Maße eine Herausforderung für alle Beteiligten.
Das Schiff ist insgesamt 68 Meter lang, knapp 10 Meter breit, wiegt ca. 400 Tonnen und hat einen Wert von rund fünf Millionen Euro.
Bis zu 500 Passagiere können auf dem Schiff über den Ammersee schippern, zudem kann das Schiff auch für Veranstaltungen angemietet werden.
Das neue Vorzeigeschiff der bayerischen Seenflotte hat am Mittwochvormittag wieder Wasser unter den Bug am Ammersee bekommen. Die MS Utting hat eine Reise durch die halbe Republik hinter sich.
Gerne stellen wir Ihnen das folgende Foto und das Titelbild als jpg-Dateien zur Verfügung. Als Quellenangabe verwenden Sie bitte: „bayernhafen“.

15. August 2016 | Roth

Modul-Krankenhaus für Nord-Norwegen

Verladung Schwergut Mobilkran Binnenschiff bayernhafen Roth

Lässt sich ein ganzes Krankenhaus per Schiff verladen? Aber ja – vorausgesetzt, die logistische Kette stimmt. Startpunkt war Cadolzburg bei Nürnberg – hier hat die CADOLTO Fertiggebäude GmbH & Co. KG ihren Sitz, weltweit führender Spezialist für die Erstellung komplexer, technisch anspruchsvoller Gebäude in modularer Bauweise. Die Einzelteile des Modul-Krankenhauses wurden von Ende Februar bis August 2016 mit zahlreichen Schwerlast-Lkws in den bayernhafen Roth transportiert – jedes der insgesamt 305 Module 2,76 bis 6 m breit, bis 18 m
lang und 15 bis 51 t schwer. Zwischengelagert wurden die Module dann auf einem 15.000 qm großen Grundstück im bayernhafen Roth. Danach erfolgte der Umschlag per Schwerlast-Mobilkran aufs Binnenschiff – besser gesagt auf DIE Binnenschiffe, denn insgesamt waren 31
Binnenschiffe für den jeweils einwöchigen Transport nach Antwerpen im Einsatz. Von Antwerpen gingen die Module dann auf wiederum mehreren Seeschiffen ins nordnorwegische Kirkenes.

Dort wurde das Modul-Krankenhaus dann auf einer Fläche von ca. 16.000 qm zusammengesetzt. Verantwortlich für die gesamte Transportkette inkl. des Schwergutumschlags im bayernhafen Roth war die in Ahrensburg ansässige Firma PM Shipping GmbH.