6. Dezember 2019 | bayernhafen

„Ein starker Anschub für den Kombinierten Verkehr“

Übergabe Förderbescheid bayernhafne Nürnberg Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergibt Förderbescheide im bayernhafen Nürnberg; von links: Herr Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen GmbH & Co. KG; Herr Alexander Ochs, Mitglied der Geschäftsleitung Bayernhafen GmbH & Co. KG und Geschäftsführer der Hafen Nürnberg-Roth GmbH; Herr Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur; Herr Klaus Hohberger, Mitglied der Geschäftsleitung Bayernhafen GmbH & Co. KG; Herr Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg; Herr Marcus König, Mitglied des Stadtrates der Stadt Nürnberg und CSU-Fraktionsvorsitzender

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergibt persönlich Förderbescheide über insgesamt 14 Millionen Euro für die Erweiterung des Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) im bayernhafen Nürnberg und für den neuen Trailerport im bayernhafen Regensburg.

 

Nürnberg / Regensburg, 6. Dezember 2019 – An zwei bayernhafen Standorten geht es jetzt in die nächste Ausbaustufe: Im bayernhafen Nürnberg wird das TriCon Container-Terminal erweitert, weil die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Und im bayernhafen Regensburg gibt es in Bayern erstmals ein Terminal speziell für den Umschlag von Sattelaufliegern und Wechselbrücken auf die Bahn, den Trailerport. In Regensburg wird zudem die Kapazität des Containerterminals erhöht – der Förderbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur liegt hierfür bereits vor, bewilligt wurden Bundeszuwendungen in Höhe von bis zu 14,89 Millionen Euro.

Die beiden Förderbescheide für das KV-Terminal in Nürnberg und für den Trailerport in Regensburg hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer heute persönlich in Nürnberg übergeben: „Mein Haus macht jeden Tag aktiven Klimaschutz. Deshalb investieren wir auch in den Kombinierten Verkehr. Heute unterstützen wir mit 14 Millionen Euro die Umschlaganlagen in Nürnberg und Regensburg. Damit können wir mehr Güter auf Schiene und Wasserstraße verlagern. Das heißt: weniger Lkw-Fahrten, weniger Stau und weniger CO2-Emmissionen.“

Förderung des BMVI ist eine „eminent wichtige Starthilfe”

„Die Förderungen sind eine eminent wichtige Starthilfe”, betont bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „gemeinsam mit unseren Partnern haben wir den Kombinierten Verkehr an unseren Standorten Nürnberg, Regensburg, Bamberg und Aschaffenburg groß gemacht. Jetzt steht die nächste Ausbaustufe an. Es freut uns sehr, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die beiden Förderbescheide persönlich übergibt. Das ist ein ganz starker Anschub für den Kombinierten Verkehr. Und es stärkt uns bei unserem Ziel, Langstreckenverkehre weg von der Straße auf Bahn und Binnenschiff zu verlagern.“ Von 1999 bis zum Jahr 2022 beträgt das Gesamtinvest in KV-Infrastrukturen an den bayernhafen Standorten einschließlich der Fördermittel voraussichtlich mehr als 100 Millionen Euro.

Bereits 1998 hat der Bund entschieden, den Kombinierten Verkehr auch außerhalb der Deutschen Bahn zu fördern. Eine Entscheidung mit Weitblick. Denn die ”Richtlinie zur Förderung von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs nicht bundeseigener Unternehmen” war ein Aufbruchsignal für den Kombinierten Verkehr (KV). Auch bayernhafen entwickelte auf eigenen Flächen KV-Terminals. Das erste nahm Ende 1999 in Aschaffenburg den Betrieb auf. 2006 folgten dann KV-Terminals in Nürnberg und Regensburg und 2008 in Bamberg. Die Infrastruktur dieser Terminals stellt bayernhafen, den Betrieb verantworten überwiegend Gesellschaften, an denen bayernhafen beteiligt ist. Im vergangenen Jahr wurden an den vier Standorten über 477.000 TEU (twenty foot equivalent unit) umgeschlagen. Der Anteil an der gesamten Umschlagskapazität von KV-Terminals in Bayern liegt bei rund 44 %.

KV-Terminal im bayernhafen Nürnberg: Ausbau im laufenden Betrieb

Die Kapazität des KV-Terminals Nürnberg in den Modulen 1 und 2 ist erreicht. Das Terminal wird daher auf dem vorhandenen Grundstück ausgebaut, um die vorhandene Fläche noch effektiver zu nutzen. Zudem wird die Fläche um zwei neue Abstellgleise erweitert. In Modul 1 werden u.a. zwei Abstellgleise zu Umschlaggleisen, und es wird drei neue Krananlagen geben. Die Gesamtinvestition in den Ausbau des KV-Terminals im bayernhafen Nürnberg beträgt rund 20 Millionen Euro. Die Genehmigung des Terminalausbaus durch die Regierung von Mittelfranken liegt bereits vor. Der Baubeginn ist geplant für 2020, die Inbetriebnahme für Ende 2022 / Anfang 2023.

Das KV-Terminal Nürnberg ist per Intermodalzug fahrplanmäßig verbunden mit den deutschen Seehäfen, mit Rotterdam, transalp mit Norditalien sowie mit dem chinesischen Chengdu und von dort zu weiteren chinesischen Destinationen. „Unternehmen in der gesamten Metropolregion Nürnberg profitieren vom KV-Terminal im bayernhafen Nürnberg – und dies im Import wie im Export”, sagt Alexander Ochs, Mitglied der bayernhafen Geschäftsleitung und Geschäftsführer der Betreibergesellschaft von bayernhafen Nürnberg und Roth, der Hafen Nürnberg-Roth GmbH, „jetzt steht die nächste Ausbaustufe an – die KV-Förderung des Bundes unterstützt uns dabei.”

bayernhafen Regensburg: erstes Terminal speziell für den Umschlag von Wechselbrücken und Sattelaufliegern in Bayern

Im neuen ’Trailerport’ für kontinentale Verkehre im bayernhafen Regensburg werden Wechselbrücken und Sattelauflieger auf die Bahn verladen und sparen so Transportstrecken auf der Straße. Zielverkehre für das Terminal werden zum einen innerdeutsche Relationen sein, um z.B. den Zulieferverkehr für den Automotivesektor zu optimieren. Zum anderen werden aber auch Zusatzkapazitäten für den typischen alpenquerenden Güterverkehr geschaffen, um z.B. die Brennerautobahn zu entlasten. Neu investiert wird vor allem in den Bereich Terminaldigitalisierung, um die Datenerfassung und den Ladungsdurchlauf zu beschleunigen. „Wir freuen uns, mit der Unterstützung des Bundes beschleunigt den Bedarf nach neuen Verkehrsverknüpfungen decken zu können”, sagt Klaus Hohberger, Mitglied der Geschäftsleitung bayernhafen. „Gespräche mit zukünftigen Nutzern laufen bereits.”

4. Juni 2019 | bayernhafen

Nehmen Sie kurs auf unseren Messestand

Fachmesse "transport logistic" vom 4. bis 7. Juni 2019 in München

Köpfe Standortarchitekt Ankündigung Messe transport logistic

Den bayernhafen Stand auf der ‚transport logistic‘ in München besuchte am ersten Messetag auch Dr. Hans Reichhart, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, und informierte sich über aktuelle Projekte.

Noch bis zum Freitag, 7. Juni hat die ‚transport logistic‘ ihre Tore geöffnet. bayernhafen können Sie live erleben am Stand 434 in der Halle B3. Treffen Sie dort kompetente Ansprechpartner aus den Hafen- und Logistikunternehmen, vertiefen Sie bestehende Kontakte und knüpfen Sie neue dazu. Wir freuen uns auf Sie!

Wir sind bayernhafen.

 „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ – bayernhafen lebt diesen Grundgedanken täglich. Denn zu bayernhafen gehören vielfältige Teile: die sechs Standorte an Main, Main-Donau-Kanal und Donau, die über 400 ansässigen Unternehmen aus Transport, Lagerung, Logistik, Dienstleistung und Produktion und die insgesamt mehr als 13.000 Beschäftigten. Jedes dieser ‚Teile‘ leistet seinen Beitrag – und gemeinsam sind all diese Teile bayernhafen. Ein starkes Netzwerk, ein partnerschaftliches Miteinander über Standorte und Unternehmen hinweg.

Wir bei bayernhafen verstehen uns als Standort-Architekt – denn wir geben Unternehmen Raum: für wirtschaftliche Aktivitäten und zur Entwicklung. Dazu bieten wir maßgeschneiderte Ansiedlungsflächen und Immobilien, die Verknüpfung der Verkehrsträger Binnenschiff, Bahn und Lkw und professionelle Umschlagsleistungen für Import und Export. Diese Kombination macht uns zu bedeutenden Wirtschaftsmotoren in Bayern.

 

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Ihr bayernhafen-Team

Cornelia Semmler

Teamassistenz / Tagen im Hafen

c.semmler@bayernhafen.de

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14. März 2019 | bayernhafen

Mit eigenen Investitionen die bayernhafen Standorte stärken

Geschäftsjahr 2018: 8,8 Mio. t Güterumschlag per Binnenschiff und Bahn, eigene Investitionen von 26 Mio. Euro, + 5,8% im Containerumschlag

Umschlag Osthafen bayernhafen Regensburg

Der kumulierte Bahn- und Schiffsgüterumschlag von bayernhafen beträgt 8,8 Mio. t Güter im Jahr 2018 (im Bild der bayernhafen Regensburg). / Bildquelle: bayernhafen

bayernhafen baute auch 2018 an seinen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau die Hafen-Infrastruktur konsequent weiter aus. So stieß bayernhafen – nach Investitionen von 30 Mio. Euro im Jahr 2017 – im Jahr 2018 noch einmal Investitionen in Höhe von 26 Mio. Euro an. Damit macht bayernhafen seine Infrastruktur noch effizienter und gibt Industrie-, Handels- und Logistikunternehmen beste Argumente, für Import und Export die beiden umweltfreundlicheren Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn zu nutzen. Trotz der historisch langen Niedrigwasserphase wurden 2018 an allen bayernhafen Standorten insgesamt 8,8 Mio. t Güter über Schiff und Bahn umgeschlagen, nur 2,6 % weniger als 2017.

bayernhafen mit robustem Geschäftsmodell

2018 war in Deutschland das wärmste und eines der trockensten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Über Monate fiel kaum Regen … und der Wasserstand an Rhein und Donau auf Rekord-Tiefstwerte. Entsprechend ging der Schiffsgüterumschlag an den sechs bayernhafen Standorten übers Jahr 2018 um 21,2% auf 2,518 Mio. t zurück. Dies konnte jedoch durch einen deutlichen Zuwachs beim Bahnumschlag zu einem großen Teil aufgeholt werden: Die 6,31 Mio. t beim Bahnumschlag bedeuten ein Plus von 7,5% gegenüber 2017. „Extremsituationen wie Niedrigwasser tangieren uns selbstverständlich, werfen uns aber nicht um“, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „Gleiches gilt, wenn ein Gütersegment mal schwächelt. Denn unser Geschäftsmodell ist robust – multimodal in der Verknüpfung der Verkehrsträger, vielfältig in der Kundenstruktur wie in der Güterstruktur. Dieses robuste Geschäftsmodell bewährt sich auch und gerade in Jahren mit schwierigen Rahmenbedingungen.“

Noch mehr Effizienz durch eigene Investitionen von 26 Mio. Euro

Erneut investierte bayernhafen 2018 im deutlich zweistelligen Millionen-Bereich: in die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen und in über mehrere Jahre laufende Optimierungen der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur. So wurde 2018 im bayernhafen Bamberg ein Schräg- in ein Senkrecht-Ufer umgewandelt und dadurch der Umschlag von und aufs Binnenschiff optimiert; zudem wurde der Kranpark durch den Kauf eines neuen mobilen Umschlaggeräts modernisiert. Im bayernhafen Passau wurden die Verladegleise am Kai von knapp 600 auf 880 m erweitert, die Zwischenlagerkapazitäten in Silos verfünffacht und ein neuer Hafenmobilkran installiert. Dieser Kran allein ist für den Umschlag von Schwergut bis zu 120 t wie z.B. kompletten Windkraftanlagen gerüstet. Auch der Ausbau der Daten-Infrastruktur schritt 2018 weiter voran: So ermöglicht der Ausbau der Glasfasernetze an den bayernhafen Standorten Regensburg und Nürnberg jetzt eine Datenübertragung mit bis zu 1 Gbit/sec. „Mit unseren Investitionen machen wir unsere Infrastruktur noch effizienter“, sagt Joachim Zimmermann, „Effizienz bedeutet für unsere Kunden Verlässlichkeit, Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit – entscheidende Faktoren für die Nutzung der beiden umweltfreundlicheren Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn.“

2019 wird bayernhafen u.a. in den Kaiumbau im bayernhafen Nürnberg investieren, um die steigenden umweltrechtlichen Standards auch in Zukunft zu erfüllen. Zudem gehen die Planungen für die Modernisierung des Hafenbahnhofs im bayernhafen Aschaffenburg konsequent weiter. Für 2019 plant bayernhafen, über all seine Standorte weitere Investitionen in Höhe von rund 24 Mio. Euro anzustoßen.

Ankerpunkt bayernhafen

Mit seiner Standort-Qualität zog bayernhafen auch 2018 weitere Unternehmen an: So eröffnete im April die Fa. RAIL.ONE im bayernhafen Aschaffenburg ihr Werk zur Produktion von Betonschwellen für den schienengebundenen Fern- und Nahverkehr. Im Oktober startete greenfield development den Bau seiner bereits dritten Industrie- und Logistikanlage im bayernhafen Nürnberg – die Inbetriebnahme ist für Mai 2019 geplant. Und im bayernhafen Regensburg war im Januar 2019 Spatenstich für den Bau einer 16.000 m² großen Logistikanlage des Immobilienkonzerns Goodman, bestimmt für den Logistikdienstleister Kühne + Nagel. „Unternehmen entscheiden sich für bayernhafen Standorte, weil hier das Gesamtpaket stimmt“, sagt Joachim Zimmermann, „als Grundstückseigentümer bieten wir mit Miet- und Erbbaurechtsverträgen die Basis. Wir setzen auf Flächenrecycling statt Flächenverbrauch, machen Flächen bei Bedarf durch Konversion also immer wieder neu nutzbar. Die trimodale Infrastruktur ist vor Ort. Hinzu kommt die Synergie unter den Hafenansiedlern. Diese Kombination macht bayernhafen in der jeweiligen Region zu einem starken Ankerpunkt und zu bedeutenden Wirtschaftsmotoren in Bayern.“

5,8% Wachstum im Kombinierten Verkehr

Beim Containerumschlag an den bayernhafen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg wurden im Geschäftsjahr 2018 mit insgesamt 477.087 TEU die 450.944 TEU vom Vorjahr um 5,8 % übertroffen. Hinzu gekommen ist 2018 eine neue KV-Verbindung zur Nordseeküste zwischen bayernhafen Bamberg und Wilhelmshaven sowie zur Ostsee-Region mit dem Intermodalzug zwischen bayernhafen Nürnberg und Lübeck.

bayernhafen – das integrative Moment

„Wir sind Verknüpfungs-Experten zwischen den Verkehrsträgern Binnenschiff, Bahn und Lkw“, sagt Joachim Zimmermann, „übergeordnetes Ziel ist die faire Arbeitsteilung der Verkehrsträger – denn nur wenn die Verkehrsträger nach ihren Stärken eingesetzt werden, kann die Verkehrsverlagerung gelingen. Gleichzeitig verstehen wir uns als integratives Moment zwischen Industrie-, Fachhandels- und Dienstleistungs-Unternehmen an unseren Standorten und in den sie umgebenden Wirtschaftsregionen. So erschließen wir als Standort-Architekt zusammen mit den Ansiedlern neue Wertschöpfungspotentiale. Um die bayernhafen Standorte als Drehscheiben für Import und Export zu stärken, argumentieren wir für notwendige politische Rahmenbedingungen: u.a. für die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie die klare Abgrenzung von Hafen- und Wohngebieten. Bei all dem arbeiten wir beharrlich und konsequent an unseren Zielen.“

Die vollständige Jahrespressemitteilung steht auch als PDF zum Download zur Verfügung.
JPM bayernhafen Geschäftsjahr 2018 (3 MB)

Fotos

Gerne stellen wir Ihnen folgende Fotos als jpg-Dateien zur Verfügung und bitten um Berücksichtigung der Bildquellen-Angaben.

Terminal Bayernhafen Nürnberg Der Containerumschlag an den bayernhafen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg beläuft sich auf 477.087 TEU im Geschäftsjahr 2018, 5,8% mehr als 2017 (im Bild der bayernhafen Nürnberg).

25. Februar 2019 | bayernhafen

Bundesverkehrsminister nimmt neuen Kran im bayernhafen Passau in Betrieb

Bayernhafen Passau Kran Inbetriebnahme

Am 18. Februar 2019 wurde der neue Hafenmobilkran offiziell im bayernhafen Passau in Betrieb genommen – gemeinsam vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, dem Oberbürgermeister der Stadt Passau, Jürgen Dupper (1.v.l.), Patricia Rüf, Liebherr Firmeneignerin der dritten Generation, sowie bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann (1.v.r.). (Bildquelle: bayernhafen/Ingo Maschauer)

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, nahm am 18. Februar 2019 im bayernhafen Passau den nagelneuen Hafenmobilkran offiziell in Betrieb. Der Kran vom Typ LHM 420 kann Einzellasten mit einem Gewicht von bis zu 120 Tonnen umschlagen – nahezu das Doppelte seines Vorgängers. Es ist der weltweit erste Hafenmobilkran aus dem Hause Liebherr, der die Abgasreinigungsstufe V erfüllt. bayernhafen investiert in seine trimodale Infrastruktur und schafft damit in Passau die Voraussetzungen für das Erschließen neuer Geschäftsfelder.

Der neue Hafenmobilkran kann sowohl für Schüttgut, Stückgut als auch den Containerumschlag genutzt werden. Auch für den Umschlag von Schwergut wie z.B. kompletten Windkraftanlagen ist der neue Kran gerüstet. Mit dem bisherigen Kran konnten zwar die relativ leichten Windflügel umgeschlagen werden – für die schweren Türme und Aggregate mit Stückgewichten von bis zu 100 t wurde allerdings ein externer weiterer Kran benötigt. Der neue 120-t-Kran schafft dies alleine, das macht die Abläufe noch schneller und effizienter. bayernhafen stärkt so die besondere Rolle des Standorts Passau für Schwergut- und Volumentransporte – ”eine starke Basis für weiteres Wachstum und die Erschließung neuer Geschäftsfelder”, so bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann.

4,2 Mio. Euro Investition in die erweiterte Infrastruktur im bayernhafen Passau

Rund zehn Jahre nach der Eröffnung des trimodalen Hafenstandorts in Passau-Schalding hat bayernhafen die Infrastruktur noch einmal deutlich erweitert: So wurden die Bahnverladegleise am Kai um rund 280 m auf die komplette Kailänge von rund 880 m verlängert. Auch die Lagerkapazität für Schüttgüter wird von zwei auf zehn Silos mit dann insgesamt ca.1.800 m³ erhöht. Kunden nutzen diese als trimodalen Umsteigebahnhof und für temporäre Zwischenlagerung. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen für die erneute Erweiterung der Infrastruktur durch bayernhafen auf rund 4,2 Millionen Euro. bayernhafen trägt damit ganz konkret zur Verlagerung auf Binnenschiff und Bahn bei und schafft beste Voraussetzungen für eine neue ”Interaktion” in Passau: die Verbindung von Binnenschiff und Bahn zu einem integrierten Transportkonzept.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erklärte: ”Der Hafenstandort Passau an der Donau wird gestärkt mit einem neuen Kran.” Zur Einweihung konnte er sich mit dem ersten Kranhub seines Lebens einen Traum erfüllen. Der Minister sagte weiter, am Masterplan Binnenschifffahrt werde intensiv gearbeitet. Scheuer: ”Die Wasserstraße ist ein wichtiger Verkehrsträger. Unser Ziel ist es, die Verkehre über die Verkehrsträger gut zu kombinieren und die Verlagerungspotenziale auf die Wasserstraße zu nutzen.”

Für Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper wird mit dem neuen Hafenmobilkran die erfolgreiche Passauer Hafenhistorie seit 1900 fortgesetzt: „Das sind mutige Investitionen, die dazu beitragen, dass sich Passau entwickelt.”

Gebaut wurde der LHM 420 im Liebherr-Werk in Rostock, also made in Germany. Patricia Rüf, Liebherr Firmeneignerin der dritten Generation, sagte: ”Mit diesem neuen Kran wird der bayernhafen Passau seine Performance erheblich steigern, und wir freuen uns, einen Teil dazu beitragen zu können.”

Der bayernhafen Passau ist Bayerns Tor von und nach Südosteuropa. Durch seine Leichterungsfunktion hat er eine Schlüsselfunktion für die Schifffahrt auf der Donau. Für Schiffe, die von Südosteuropa und Österreich kommen, ist er der letzte Donauhafen vor dem nicht ausgebauten Abschnitt Vilshofen-Straubing. bayernhafen bietet in Passau als zertifiziertes Umschlagsunternehmen das Leichtern auch direkt den Schifffahrtstreibenden an, das spart diesen Kosten. Um Langstrecken-Güterverkehre auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn zu verlagern, müssen die Schnittstellen gestärkt werden – die Binnenhäfen. Konsequent verfolgt bayernhafen an seinen sechs Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau diese Strategie.

Video zur offiziellen Kraninbetriebnahme im bayernhafen Passau mit Interview Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann:

Ein Zeitraffer-Video zeigt den Aufbau des Liebherr-Hafenmobilkrans LHM 420 im bayernhafen Passau:

29. Oktober 2018 | bayernhafen

„Frischzellenkur für Transportlösungen“

2. Bayerischer Verladertag Binnenschifffahrt

bayernhafen bypass donau verladetag

Beim Verladertag präsentierte bayernhafen einen neuen Ansatz zur Flexibilisierung der Schiffsladung bei Wasserstandsänderungen: Schüttcontainer, die automatisiert durch Horizontaldrehung entleert werden können. Im Bild ein Revolver-Spreader von RAM SMAG zur Optimierung von Schüttgutumschlag von Bahn auf Schiff.

Beim „2. Bayerischen Verladertag Binnenschifffahrt“ in Schweinfurt stellte Klaus Hohberger, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Bayernhafen GmbH & Co. KG, neue Möglichkeiten leistungsfähiger Knotenpunkte bei der Vernetzung von Transportlösungen vor. In seinem Vortrag zeigte er Praxisanwendungen auf, wie sich die Vorteile von Bahn (Geschwindigkeit) und Schifffahrt (Preis) zu einem integrierten Transportkonzept entwickeln lassen, um limitierende Faktoren zu reduzieren.

Dabei ließ sich anschaulich nachvollziehen, wie ab Passau im Westverkehr der Donau in einem exakt aufeinander abgestimmten Umlaufsystem sowohl die volle Abladung in der Schiffskapazität als auch die Geschwindigkeit der Bahn zu einem wirtschaftlichen Gesamttransport verknüpft werden können. Damit lassen sich auf der Strecke interessante und zuverlässige Alternativen vor dem Hintergrund der Niedrigwasser-Problematik auf der Donau anbieten. Zentraler Faktor für diese neuen Möglichkeiten ist ein erheblicher Entwicklungssprung in der Umschlagtechnologie. Bayernhafen schafft dies z.B. durch neue Krananlagen mit 120 t Tragkraft und der Entwicklung einer automatisierten Traverse. Aber auch durch automatisierte Lager, die Bahn, LKW und Schiff ähnlich einem Umsteigebahnhof effizient verbinden.

Einen völlig neuen Ansatz zur Flexibilisierung der Schiffsladung bei Wasserstandsänderungen zeigte Hohberger mit dem Einsatz von Schüttcontainern auf, die automatisiert durch Horizontaldrehung entleert werden können. Abladebezogene „Übermengen“ bei Niedrigwasser oder bei aneinandergrenzenden Ausbaustandards der Wasserstraßenklasse können darin platzsparend und witterungsgeschützt gelagert, in gemischter Ladungskombination und verkehrsträgerübergreifend z.B. per Bahn weitertransportiert werden. Eine Rückladung von Bahn auf das Schiff an passender Stelle ist damit schnell und wirtschaftlich darstellbar. Interessant wird dies u.a. wenn der Main bis Aschaffenburg auf 3,10 m Abladetiefe ausgebaut sein wird und der Hafen dort eine neue Funktion als Kopfhafen erhält. „Man muss sich den heute restriktiven Rahmenbedingungen auf der Wasserstraße nicht tatenlos fügen. Investitionen in neue Technologielösungen können zu einer Frischzellenkur auch für traditionelle Transportlösungen führen“, so sein Credo.

Eingeladen zum Verladertag hatten der Deutsche Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein Rhein-Main-Donau e.V. (DWSV) in Kooperation mit der IHK Würzburg-Schweinfurt. In verschiedenen Praxisvorträgen wurden Anforderungen und Erfahrungen der industriellen Verlader und Logistikdienstleister aufgezeigt sowie Perspektiven und Grenzen beim Gütertransport auf der Wasserstraße (Main, Main-Donau-Kanal, Donau) dargestellt. Als ein gelungenes Beispiel für einen Schwertransport über die Wasserstraßen verwies Dr. Fraas, Vorsitzender DWSV, auf den Transformatoren-Transport der Siemens AG. Den Transport von Rekord-Trafos von Nürnberg nach China stellte Stefan Strobel, Kaufmännischer Leiter Siemens AG Transformatorenwerk Nürnberg, in seinem Vortrag vor.

Ausführliche Informationen und weitere Stimmen zur Veranstaltung lesen Sie in der PM des DWSV:

https://schifffahrtsverein.de/potenziale-der-wasserstrasse-erschliessen-und-nutzen-2-bayerischer-verladertag-binnenschifffahrt-am-16-10-2018-in-schweinfurt/

14. Juli 2018 | bayernhafen

Wettbewerbsfähigkeit des Binnenschiffs steigern

Auswirkungen des Schiffsstaus für die Donauhäfen

luftbild donau hafen deggendorf

Schiffsstau im Deggendorfer Hafen / Bild-Quelle: Zweckverband Donau-Hafen Deggendorf

Regensburg, 03.07.2018. Seit Freitag, 29.06., erreichen wieder aus Richtung Deggendorf kommende Schiffe die bayernhafen-Standorte Regensburg und Passau. Am späten Donnerstagabend hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt die Schifffahrtssperre auf dem 25 km langen Donauabschnitt aufgehoben. Eine ganze Woche bestand die Schifffahrtssperre nach einer Festfahrung von zwei Schiffen in der Nähe von Pfelling. Zu dieser ungewöhnlich langen Vollsperrung der Wasserstraße sagt Christian Hantke, Geschäftsleiter/Werkleiter beim Zweckverband Donau-Hafen Deggendorf: „Der wasserseitige Umschlag im Hafen Deggendorf war praktisch zum Erliegen gekommen.“ Allein im Hafen Deggendorf warteten rund 30 Schiffe und Schubleichter auf die Aufhebung der Schifffahrtssperre – diese haben zusammen eine Ladekapazität von über 55.000 Tonnen. Mehr als 2.000 Lkw wären nötig, um eine solche Transportkapazität zur Verfügung zu stellen. Stoßstange an Stoßstange entspricht das auf der A3 einem Stau auf der halben Distanz zwischen Deggendorf und Regensburg. Und das eine ganze Woche lang.

Nachdem sich der Stau auf der Donau aufgelöst hat, drehten sich auch am Samstag die Hafenkräne in Regensburg und Passau. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der Unwägbarkeiten im Donauabschnitt Straubing-Vilshofen finden derzeit auch Leichterungen statt. In den bayernhafen-Standorten Regensburg und Passau passen die Güterschiffe ihre Ladung an die tagesaktuelle Abladetiefe an, indem ein Teil ihrer Ladung auf ein weiteres Schiff umgeladen oder an Land zwischengelagert wird. Für diesen Zweck stehen in den beiden Häfen Lagerkapazitäten zur Verfügung. Zukünftig bietet bayernhafen am Standort Passau-Schalding die für die Schifffahrt und verladende Wirtschaft so wichtige Funktion des Leichterns auch direkt den Schifffahrtstreibenden an, was diesen Kosten spart.

Bayernhafen unterstützt so den vom Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für diese Legislaturperiode angekündigten Maßnahmenkatalog, mit dem das System Hafen-Schiff- Wasserstraße noch leistungsfähiger werden soll. Der Haushaltsausschuss im Bundestag hatte letzte Woche bereits zur Unterstützung der Schiene einer Senkung der Trassenpreise zugestimmt. Die Binnenhäfen als Verknüpfungs-Experten bieten allerbeste Rahmenbedingungen, um Bahn und Binnenschiff weiter nach vorn zu bringen.

„In der Kombination aus unserer Infrastruktur und unseren Dienstleistungen machen wir Bahn und Binnenschiff für Unternehmen attraktiv“, sagt Joachim Zimmermann, „wir sind das integrative Moment, die Schnittstelle zwischen den Verkehrsträgern. Und im Gegensatz zur Straße haben Schiene und Wasserstraße noch Potenzial, weitere Verkehre aufzunehmen. Wir setzen daher auf den Dialog aller Beteiligten, denn bei Individualisierung und Digitalisierung haben beide Verkehrsträger noch Luft nach oben. Wir von unserer Seite werden intensiv mitwirken, dass Bahn und Binnenschiff nach ihren Stärken eingesetzt werden. Die faire Arbeitsverteilung der Verkehrsträger ist ein großes Thema – wir sind dabei.“

5. März 2018 | bayernhafen

„Das Potenzial von Bahn und Binnenschiff nutzen“

Geschäftsjahr 2017: 9,1 Mio. t Güterumschlag per Binnenschiff und Bahn, eigene Investitionen von rund 30 Mio. Euro angestoßen, Containerumschlag weiterhin auf stabilem Niveau

Umschlag Schwergut Mobilkran bayernhafen Passau

Der Transport von Schwergut per Binnenschiff entlastet die Straßen. So wurden zum Beispiel Anfang 2018 im bayernhafen Passau zwei von Linde Engineering hergestellte Wärmetauscher für eine Erdgasverflüssigungs(LNG)-Anlage ins Binnenschiff verladen.

Regensburg, 5. März 2018 – Die bayernhafen Gruppe setzte an ihren Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau auch 2017 ihre Strategie fort, dem Gütertransport per Schiff und Bahn bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. So stieß die bayernhafen Gruppe 2017 Investitionen in Höhe von circa 30 Mio. Euro an. 2017 wurden insgesamt 9,1 Mio. t Güter über die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn umgeschlagen, 0,7 % mehr als im Vorjahr.

Der Januar 2017 war in Teilen Süddeutschlands der kälteste seit dreißig Jahren. 3½ Wochen lang, bis Mitte Februar, musste die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal und der bayerischen Donau wegen der Eislage eingestellt werden. Entsprechend ging der Schiffsgüterumschlag im ersten Quartal 2017 um rund ein Drittel gegenüber 2016 zurück. Dies wurde übers Jahr jedoch wieder aufgeholt. So erreichte die bayernhafen Gruppe 2017 beim Schiffsgüterumschlag eine Steigerung von 5,9 % gegenüber 2016 auf 3,195 Mio. t. Maßgeblich dafür war insbesondere die Entwicklung am vom Schiffsgüterumschlag her größten bayerischen Hafen, dem bayernhafen Regensburg. Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Futtermittel aus. Auch hochwertiges Schwergut wie in Bayern gefertigte Trafos oder Anlagentechnik wurde aufs Binnenschiff verladen und entlastete so die Straßen.

Leichter Rückgang bei Bahnverkehren

Per Bahn wurden 5,872 Mio. t umgeschlagen, 1,9 % weniger als im Vorjahr. Ein Grund dafür ist die per 30. Juni 2016 durch die italienische Staatsbahn eingestellte Rollende Landstraße (RoLa) vom bayernhafen Regensburg nach Trento. Über die Brenner-Route wird aktuell intensiv diskutiert. Insbesondere auch wegen der gravierenden Autobahn-Rückstaus auf deutscher Seite aufgrund der Lkw-Blockabfertigungen in Tirol. Beim internationalen Brenner-Gipfel Anfang Februar 2018 vereinbarten die politischen Vertreter, bis Mai Vorschläge zu erarbeiten, wie mit der Rollenden Landstraße (RoLa) über den Brenner Straßentransporte auf die Schiene verlagert werden können. Die bayernhafen Gruppe bringt sich hier aktiv ein. „Wir begrüßen die von Bundesverkehrsminister Christian Schmidt beim Brenner-Gipfel vorgeschlagenen Förderungen als eine wesentliche Maßnahme, wieder grenzüberschreitende RoLas marktattraktiv gestalten zu können“, sagt Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, „wir stehen bereit, die RoLa wieder zu starten.“

Auf weiterhin stabilem Niveau bewegt sich der Containerumschlag an den bayernhafen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg: Mit 450.944 TEU im Geschäftsjahr 2017 wurden die 459.794 TEU vom Vorjahr fast erreicht.

Flächenrecycling statt Flächenverbrauch

Die bayernhafen Gruppe bietet an ihren sechs Standorten für ihre Kunden Eigentum auf Zeit, über Erbbaurechts- und Mietverträge. Dies stellt eine nachhaltige Nutzung sicher, reduziert Leerstand und ermöglicht den Nutzerwechsel auf ein und derselben Fläche. Das heißt Flächenrecycling geht vor Bauen auf grüner Wiese. Beispiel Konversion im bayernhafen Aschaffenburg: Auf den Flächen eines ehemaligen Umspannwerks entsteht ein Werk für Betonschwellen für die Bahn – Eröffnung voraussichtlich im April 2018. Im Hafen findet sich die ideale Anbindung an die drei Verkehrsträger Bahn, Binnenschiff und LKW.

„Der Erhalt und Ausbau von Infrastruktur ist ein Dauerbrenner“,

sagt Joachim Zimmermann, „denn Infrastruktur ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – sie muss laufend in Stand gehalten werden. Dies nehmen wir an unseren Standorten mit unserer Bauherren-Fähigkeit selbst in die Hand. Um die Ausgangsposition für den Gütertransport per Schiff und Bahn weiter zu verbessern, braucht es einen langen Atem. Wir investieren daher kontinuierlich in die schienen- und wasserbezogene Infrastruktur und in die Dienstleistungen an unseren Standorten.“

Für 2018 plant die bayernhafen Gruppe über all ihre Standorte Investitionen in Höhe von rund 32 Millionen Euro – zusätzlich zu den 2017 bereits angestoßenen 30 Millionen Euro. Dazu gehört die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen sowie über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur. So wurde zum Beispiel 2017 im bayernhafen Bamberg mit der Umwandlung eines Schräg- in ein Senkrecht-Ufer begonnen. Dadurch wird der  Umschlag von und aufs Binnenschiff optimiert. Für 2018 ist unter anderem eine Modernisierung des Kranparks vorgesehen.

„Der Politik kommt die zentrale Aufgabe zu, alle Verkehrsträger ganzheitlich in den Blick zu nehmen und multimodale Infrastruktur zu stärken“, sagt Joachim Zimmermann, „die neue Bundesregierung hat hier die Chance, den Masterplan Schienengüterverkehr um die Binnenschifffahrt zu erweitern. Wir brauchen hier ein Gesamtkonzept, um den Wirtschaftsstandort Deutschland dauerhaft zu stärken und das Potenzial von Bahn und Binnenschiff zu nutzen.“

Fotos

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Der kumulierte Bahn- und Schiffsgüterumschlag der bayernhafen Gruppe beträgt 9,1 Mio. t Güter im Jahr 2017 (im Bild der bayernhafen Regensburg).

Der Containerumschlag an den bayernhafen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg beläuft sich auf 450.944 TEU im Geschäftsjahr 2017 (im Bild der bayernhafen Nürnberg). Foto: David Ebener

10. Juli 2017 | bayernhafen

Autokran und Schleusentore am Haken

Spektakuläre Schwergutumschläge im bayernhafen Regensburg

Umschlag Schleusentore im bayernhafen Regensburg

Spektakulärer Schwergutumschlag im bayernhafen Regensburg: Ein 55 Tonnen schweres Schleusentor wird im sogenannten Twinverfahren ins Binnenschiff verladen. Bild-Quelle: bayernhafen Regensburg / altrofoto Uwe Moosburger

Regensburg, 10. Juli 2017 – Gleich zwei spektakuläre Schwergutumschläge in kurzer Zeit im bayernhafen Regensburg: Anfang Juli hing ein 44 Tonnen schwerer Autokran selbst am Haken. Der für einen Empfänger in Bulgarien bestimmte Autokran wurde von zwei Hafenkränen in ein Binnenschiff verladen. In der Woche zuvor wurden schon zwei Schleusentore umgeschlagen. Die jeweils 15,3 Meter langen, 4,65 Meter breiten, 4,2 Meter hohen und rund 55 Tonnen schweren Schleusentore sind für die Schleuse Cernavoda in Rumänien bestimmt. Die präzise Verladung der Schleusentore und des Autokrans ins Binnenschiff übernahmen zwei Hafenkräne am Westhafen im Twinverfahren, d.h. zwei Kräne nehmen sich zusammen eines Umschlagguts an.

Die in Plauen gefertigten Schleusentore wurden per Lkw nach Regensburg transportiert. Die Reise von Regensburg nach Cernovada per Binnenschiff erfordert rund zehn bis zwölf Tage. In Cernovada beginnt der Donau-Schwarzmeer-Kanal, der nach rund 65 Kilometern bei Konstanza ins Schwarze Meer mündet. Organisiert wurde der Schwergutumschlag von der im Hafen Regensburg ansässigen DTU Donau-Transport- und Umschlaggesellschaft mbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von Kühne+Nagel Deutschland und der Main- Schifffahrts-Genossenschaft MSG. Die Verschiffung erfolgte durch die Panta Rhei Befrachtungs- und Speditions GmbH, eine 65%ige Tochter der Kühne + Nagel Euroshipping. „Schwere und großvolumige Güter lassen sich auf dem Binnenschiff sicher und umweltschonend transportieren“, sagt Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, „dagegen sind Schwertransporte auf der Autobahn erheblich aufwendiger.“ Der bayernhafen Regensburg gehört mit den Häfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth und Passau zur bayernhafen Gruppe. Durch ihre gute Erreichbarkeit für überbreite und hohe Anlagenteile wie zum Beispiel Trafos und entsprechende Umschlagmöglichkeiten sind die Standorte der bayernhafen Gruppe ein wichtiger Standortfaktor für den Maschinen- und Anlagenbau.

Ein weiterer dicker Brocken am Haken: die Verladung eines 44 Tonnen schweren Autokrans im sogenannten Twinverfahren im bayernhafen Regensburg. Organisiert wurde der Schwergutumschlag von der im Hafen Regensburg ansässigen DTU Donau-Transport- und Umschlaggesellschaft mbH. Bild-Quelle: bayernhafen Regensburg / Ingo Maschauer

Per Binnenschiff lassen sich schwere und großvolumige Güter sicher und umweltschonend transportieren. Hier im Bild die Verladung eines Schleusentores im bayernhafen Regensburg. Bild-Quelle: bayernhafen Regensburg / altrofoto Uwe Moosburger

16. Mai 2017 | bayernhafen

„Digitalisierung gemeinsam gestalten“

bayernhafen Gruppe auf der transport logistic

Messestand tranport logistic 2017 bayernhafen

„Treffpunkt 3D-Druck. Wie die Digitalisierung die Logistik verändert“ – unter dieses Motto hatte die bayernhafen Gruppe ihren Stand auf der transport logistic gestellt.

„Treffpunkt 3D-Druck. Wie die Digitalisierung die Logistik verändert“ – unter dieses Motto hatte die bayernhafen Gruppe ihren Stand auf der transport logistic gestellt. Ein Volltreffer, denn die Digitalisierung war DAS Thema der Messe. Schon zur Eröffnung hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Bedeutung der digitalen Transformation hervorgehoben – die Logistik sei „der Schlüsselfaktor, um die Digitalisierung zum Erfolg zu führen“.

Ein Treiber der digitalen Transformation ist der 3D-Druck, „denn er wird Produktionsabläufe und logistische Ketten nachhaltig verändern“, so Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, „so könnten Druckerfarmen an Hafenstandorten entstehen, und die Verteilung dieser vor Ort produzierten Ersatzteile erforderte dann nur noch regionale Verkehre, was übervolle Autobahnen entlasten würde. Zudem könnten Werkstoffe für den 3D-Druck das Massengut der Zukunft für Binnenschiff und Bahn werden.“

Nur folgerichtig druckte die bayernhafen Gruppe an ihrem Messestand mit einem 3D-Drucker kleine Büsten der Besucher. „Diese Individualisierung der Daten und damit des Druckstücks ist einer der Vorteile der additiven Fertigung“, sagte Joachim Zimmermann, „dieser Vorteil hat sich unseren Besuchern mit dem Druck der eigenen Büste sofort erschlossen. Wir freuen uns darauf, die Digitalisierung gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern zu gestalten.“

Auch Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, besuchte den bayernhafen Stand und informierte sich über aktuelle Projekte. Ein wichtiges Anliegen ist ihm die effiziente Verknüpfung der Verkehrsträger nach ihren spezifischen Stärken. Dadurch sollen mehr Güter von der Straße auf die nachhaltigeren Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße verlagert werden. Mit diesem Ziel investiert der bayernhafen Regensburg bis 2021 rund 5 Mio. Euro in die Verbesserung der Schienenanbindung, welche im Rahmen des europäischen Finanzierungs-Instruments „Connecting Europe Facility“ (CEF) von der Europäischen Kommission mit knapp 1,1 Mio. Euro gefördert wird. Staatsminister Joachim Herrmann besichtigte zudem die Präsentation des NiKRASA-Systems und des Future Trailers auf dem Freigelände: NiKRASA, das von bayernhafen, TX Logistik und dem LKZ Prien entwickelte System, um bisher nicht kranbare Sattelauflieger kranbar zu machen, hat der Entwicklung des Kombinierten Verkehrs wichtige Impulse gegeben. Nur durch solche Effizienzsteigerungen, so Staatsminister Joachim Herrmann, könne die Verkehrsinfrastruktur das prognostizierte Wachstum des Güterverkehrs nachhaltig bewältigen.

Übrigens: Die nächste transport logistic findet vom 4. bis 7. Juni 2019 in München statt.