18. März 2026 | Nürnberg
„bayernhafen Nürnberg und Roth auch 2025 auf Kurs“
Geschäftsjahr 2025: 4,1 Millionen Tonnen (t) Güterumschlag per Schiff und Bahn, 348.000 TEU im Kombinierten Verkehr, rund 239.000 eingesparte Lkw-Fahrten und 8.000 Arbeitsplätze

Auch am Standort selbst wird weiter investiert. bayernhafen und die Hafen Nürnberg-Roth GmbH investierten 2025 über 6 Mio. Euro in die Infrastruktur wie Kais und Bahnanlagen. Auch für 2026 wird dieser Kurs mit knapp 7 Mio. Euro fortgesetzt. (Bildquelle : „Luftaufnahmen Daniel Reiter“)
Nürnberg, 18. März 2026 – Im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth wurden im vergangenen Jahr über 4,1 Mio. Tonnen (t) Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen. Dies entspricht einem Anstieg von 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren konnten rund 239.000 Lkw-Fahrten auf der Straße eingespart werden.
An seinen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau schlug bayernhafen im vergangenen Jahr 8,37 Mio. Tonnen Güter per Schiff und Bahn um (+ 2,5 % im Vergleich zu 2024). Durch die Entwicklung eines Logistik- und Industrieparks im Landkreis Deggendorf – den bayernhafen InfraPark Plattling Stephansposching – schafft bayernhafen zudem weitere Möglichkeiten für Ansiedlungen und Verkehrsverlagerung.
Dies bestätigt unseren Weitblick, das trimodale KV-Terminal im bayernhafen Nürnberg zu erweitern.“
Joachim Zimmermann,
bayernhafen Geschäftsführer
Im bayernhafen Nürnberg und Roth wurden 2025 gesamt 238.000 t Güter per Schiff umgeschlagen, ein Rückgang um 13 % im Vergleich zu 2024. Davon wurden in Nürnberg 175.000 t umgeschlagen, hauptsächlich Agrargüter wie Düngemittel sowie Erze und Metallabfälle wie Shredderschrott. Der Rückgang ist im Bereich Steine und Erden (Baustoffe) zu verzeichnen.
Der Bahngüterumschlag bleibt weiter auf hohem Niveau und betrug 3,9 Mio. t (plus 3 % gegenüber Vorjahr). Davon wurden im Kombinierten Verkehr (KV) 348.000 TEU umgeschlagen (1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Standardcontainer). „Dies bestätigt unseren Weitblick, das trimodale KV-Terminal im bayernhafen Nürnberg zu erweitern“, so bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann. Bei laufendem Betrieb wurde Anfang 2026 mit dem Aufbau drei neuer leistungsfähigerer Krananlagen im Modul 1 begonnen. Die Kranleistung in dem von der TriCon Container-Terminal Nürnberg GmbH betriebenen KV-Terminal erhöht sich damit um rund 20 %. Das Projekt wird gefördert vom Bundesverkehrsministerium. Im Konventionellen Bahnverkehr werden hauptsächlich Kraftstoffe und Heizöl ins ansässige Tankbetriebslager geliefert.
Mit 23 % Zuwachs im Schwergutbereich wurden 2025 wieder zahlreiche „dicke Brocken“ über den bayernhafen Nürnberg und Roth umgeschlagen.“
Ingmar Schellhas,
Geschäftsführer Hafen Nürnberg-Roth GmbH
„Mit 23 % Zuwachs im Schwergutbereich wurden 2025 wieder zahlreiche „dicke Brocken“ über den bayernhafen Nürnberg und Roth umgeschlagen“ betont Ingmar Schellhas, Geschäftsführer der Hafen Nürnberg-Roth GmbH, welche die beiden Standorte Nürnberg und Roth betreibt. So gingen 133 Einzelkomponenten wie Transformatoren oder Kessel mit einem Gesamtvolumen von 19.000 t von der Region in die Welt. „Besonders erfreulich ist die Standortsicherung des Siemens Energy Werkes im Nürnberger Süden“, so Schellhas. Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze erfordert einen stark erhöhten Bedarf an Großtransformatoren, so dass Siemens Energy in das dortige Traditionswerk investiert und die Produktionsflächenerweitert. Dies sichert nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern stärkt die Umschlagperformance des Schwergutplatzes, der von Gruber Logistics betrieben wird.
Auch am Standort selbst wird weiter investiert. bayernhafen investierte 2025 rund 6 Mio. Euro in die Infrastruktur wie Kais und Bahnanlagen. Die Hafen Nürnberg-Roth GmbH investierte über 1 Mio. Euro in den Ausbau des KV-Terminals. Auch für 2026 wird dieser Kurs mit knapp 7 Mio. Euro fortgesetzt.
Parallel zum Terminalgelände laufen derzeit die Baumaßnahmen für die Ansiedlung von RAILONE. Auf knapp 30.000 m² entsteht ein Lagerplatz zur Behandlung und Zwischenlagerung von Alt- und Neu-Betonschwellen, die Ihren Einsatz im schienengebundenen Fern- und Nahverkehr finden.
Im Projekt Energy Port soll der Spatenstich noch in diesem Jahr erfolgen, die vertraglichen Voraussetzungen dafür wurden Ende 2025 gezeichnet.
Im westlichen Teil des bayernhafen Nürnberg entsteht eine hochmoderne Logistikanlage des Investors Logicor, die in diesem Jahr bezugsfertig sein wird.
Jobmotor und Standortfaktor
2025 wurde der 100. Geburtstag des Zusammenschlusses mehrerer Häfen zur heutigen Bayernhafen GmbH & Co. KG gefeiert, deren Hauptsitz Regensburg ist. Eine Erhebung unterstreicht die Bedeutung der bayernhafen-Standorte als regionale Jobmotoren: Die rund 400 ansässigen Unternehmen beschäftigen gemeinsam fast 16.000 Menschen. Allein im bayernhafen Nürnberg bieten die rund 200 angesiedelten Firmen rund 8.000 Arbeitsplätze, das ist ein Zuwachs von 19 % seit der Erhebung im Jahr 2016. Als Logistikdrehscheibe sichert der bayernhafen Nürnberg gemeinsam mit den Hafenkunden die zuverlässige Versorgung von Gesellschaft und Industrie und ist für heimische Produkte das Tor zur Welt.