30. März 2026 | Aschaffenburg

bayernhafen Aschaffenburg: Güterdrehscheibe und starker Jobmotor mit deutlichem Beschäftigungszuwachs

+++ Güterumschlag 2025 per Schiff und Bahn +++ 64.000 eingesparte LKW-Fahrten +++ starker Zuwachs bei Beschäftigung +++ 3.700 Arbeitsplätze bei den ansässigen Firmen +++

bayernhafen Aschaffenburg, Blick auf Hafenbecken, Tanklager, Holzumschlag, Schrottumschlag usw.

Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2025 per Schiff und Bahn 1.100.989 Tonnen Güter umgeschlagen. Es wurden überwiegend Baustoffe, Steine und Erden, Holz, Metalle und Erze sowie Brennstoffe per Schiff und Bahn transportiert. Bildquelle: bayernhafen / Ziegler

Aschaffenburg, 30. März 2026 – Im bayernhafen ASCHAFFENBURG wurden 2025 per Schiff und Bahn 1.100.989 Tonnen Güter umgeschlagen, das sind 13,1 % weniger als im Vorjahr. Die starken Zahlen aus dem vorausgegangenen Jahr sind vor allem auf einen Sondereffekt, die Abwicklung einer Großbaustelle, zurückzuführen und wurden in 2025 nicht wieder erreicht. Durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn konnten im letzten Jahr etwa 64.000 Lkw-Fahrten eingespart werden. Die Zahl der Beschäftigten im Hafengebiet ist seit der letzten Erhebung im Jahr 2014 um 46,2 % auf rund 3.700 Arbeitsplätze angewachsen. Dies unterstreicht eindrucksvoll die Bedeutung des bayernhafen Aschaffenburg als regionaler Jobmotor.

Insgesamt schlug bayernhafen an seinen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau im vergangenen Jahr 8,37 Mio. Tonnen Güter per Schiff und Bahn um. Durch die Entwicklung eines Logistik- und Industrieparks im Landkreis Deggendorf – dem bayernhafen InfraPark Plattling Stephansposching – schafft das Unternehmen zudem weitere Möglichkeiten für Ansiedlungen und der Verkehrsverlagerung.
Der Bahngüterumschlag erreichte 535.414 t und ist in etwa mit dem Jahr 2023 vergleichbar. Der Rückgang um 21,4 % gegenüber 2024 ist insbesondere auf die starken Zahlen im Vorjahr zurückzuführen. So konnte bayernhafen seine leistungsfähige Infrastruktur für die anspruchsvolle Baustellenlogistik der Riedbahnsanierung unter Beweis stellen. Auch zukünftige Großprojekte für Infrastrukturmaßnahmen werden im bayernhafen Aschaffenburg beste logistische Bedingungen für die Vernetzung von Logistikketten vorfinden.

Der Wegfall von Containermengen durch die Schließung des KV-Terminals konnte im vergangenen Jahr zum Teil mit starken Zuwächsen im Bereich Rohstoffrecycling wie Metalle und Eisen sowie bei Baustoffen, Steinen und Erden ausgeglichen werden.

Per Binnenschiff wurden 2025 im bayernhafen Aschaffenburg 565.575 t umgeschlagen, das sind 3,6 % weniger als im Vorjahr. Rückgänge bei fossilen Brennstoffen wie Kohle und Mineralöl konnten durch ein Plus bei Holz sowie Metallen und Erzen weitgehend ausgeglichen werden. Auch Schwergüter wie Kabelrollen für einen Übertragungsnetzbetreiber sowie Großteile wie Schleusentore wurden 2025 umgeschlagen.

122 Flusskreuzfahrtschiffe nutzten die Anlegestellen im bayernhafen Aschaffenburg sowie im Floßhafen, für den bayernhafen die Betriebsführung übernimmt. Dies entspricht in etwa dem Vorjahresniveau (131).

Deutliches Wachstum bei Arbeitsplätzen im Hafengebiet

2025 wurde der 100. Geburtstag des Zusammenschlusses mehrerer Häfen zur heutigen Bayernhafen GmbH & Co. KG gefeiert. Eine Erhebung unterstreicht die Bedeutung der bayernhafen-Standorte als regionale Jobmotoren: Die rund 400 ansässigen Unternehmen beschäftigen gemeinsam fast 16.000 Menschen.

Als Standortarchitekt und Grundstückseigentümer schaffen wir Rahmenbedingungen, unter denen sich die ansässigen Unternehmen erfolgreich entwickeln können.

Alexander Zeiger,
Niederlassungsleiter bayernhafen Aschaffenburg

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im bayernhafen Aschaffenburg: Die angesiedelten Firmen bieten rund 3.684 Arbeitsplätze, das entspricht einem Zuwachs von 46,2 % seit der letzten Erhebung im Jahr 2014. Gemeinsam mit den Firmen im Hafen trägt der bayernhafen Aschaffenburg damit zur zuverlässigen Versorgung von Gesellschaft und Industrie mit Gütern bei und ist das Tor zur Welt für heimische Produkte.
„Das Plus bei der Beschäftigung im Hafengebiet bestätigt eindrucksvoll, dass sich unser intensiver Investitionskurs in die Hafeninfrastruktur und Ansiedlungsflächen auszahlt“ so Niederlassungsleiter Alexander Zeiger. „Als Standortarchitekt und Grundstückseigentümer schaffen wir Rahmenbedingungen, unter denen sich die ansässigen Unternehmen erfolgreich entwickeln können. Wer passgenaue Flächen, moderne Infrastruktur und einen verlässlichen Partner vorfindet, investiert. Und wer investiert, schafft Arbeitsplätze. Diesen Kurs werden wir konsequent weiterverfolgen.“

Investitionen von Hafenansiedlern belegen Attraktivität des Standorts

Das Logistikunternehmen Teamlog hat mit dem Neubau einer Lagerhalle in die Erweiterung seiner Logistikflächen investiert und baut so ihre Lager- und Dienstleistungskapazität aus.

Insbesondere die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft investierten in umweltfreundliche Produktionsanlagen. So sollen die Emissionen während der Verarbeitung verringert und damit der CO2-Fußabdruck von Recyclingprodukten weiter reduziert werden. Die Höfling Materials GmbH hat im vergangenen Jahr den Betrieb auf einer bimodalen Fläche an Kai 3 aufgenommen und betreibt dort eine hochleistungsfähige mobile Sieb- und Brechanlage. Diese recycelt Abbruchabfälle zu zertifizierten Baustoffen nach der Ersatzbaustoffverordnung. Fremdstoffe wie Metall, Kunststoff oder Holz werden separiert und der Wiederverwertung zugeführt.

Der Unternehmer Michael Joachimi hat am Rande des Hafengebiets ein eindrucksvolles neues Lager- und Ausstellungsgebäude für die Möbelindustrie entlang der Darmstädter Straße errichtet, das im Frühjahr 2025 fertiggestellt wurde.

Häfen gewährleisten mit ihrer
Schnittstellenfunktion eine effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw und ermöglichen so nachhaltige Logistikketten.

Joachim Zimmermann,
bayernhafen-Geschäftsführer

Auch eigene Investitionen stärken Standort

bayernhafen selbst investierte 2025 rund 5,5 Millionen Euro in Hafeninfrastruktur und Logistikflächen für Unternehmen. So wurden im Zuge der Terminalschließung an Kai 5 freigewordene Flächen für die Vermarktung als Ansiedlungsflächen vorbereitet und die Erschließungssituation an die passgenauen Grundstückszuschnitte angepasst.

Parallel laufen die Vorbereitungen für den Neubau des Terminals am neuen Standort an Kai 4. bayernhafen setzt sich zudem aktiv dafür ein, wieder regelmäßige Zugverkehre im Kombinierten Verkehr (Container und Sattelauflieger) von Aschaffenburg aus zu starten. Teile des früheren Terminalgeschäfts wie die Lagerung und Reparatur von Wechselbrücken sind bereits an Kai 4 umgezogen. Die Baugenehmigung für das neue Terminal wurde in der zweiten Jahreshälfte 2025 erteilt. Seitdem laufen die Vorbereitungen für den Neubau des Terminals.
„Den eigenen Investitionskurs plant bayernhafen 2026 am Standort Aschaffenburg auf hohem Niveau fortzusetzen“ so Niederlassungsleiter Alexander Zeiger. „Dazu gehören insbesondere auch mehrjährige Projekte wie die Sanierung der beiden Bahnbrücken über den Main und die Großostheimer Straße. Zudem investiert bayernhafen weiter in die Optimierung des Umschlagequipments und in die Gleisinfrastruktur.“

Ganzheitliche Finanzierung für nachhaltige Infrastruktur gefordert

Mit Blick auf den Nachholbedarf bei der Modernisierung des Schienennetzes oder von Brücken sagt bayernhafen-Geschäftsführer und Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen e.V. Joachim Zimmermann: „Aus den Fehlern der Vergangenheit sollte unbedingt gelernt werden. Damit es nicht auch bei den Wasserstraßen als klimafreundlicher Verkehrsträger zu einem nicht zu bewältigenden Sanierungsstau kommt, ist eine vernünftige, vorausschauende Finanzierung dieser erforderlich. Statt einer Inselbetrachtung braucht es ein ganzheitliches, verkehrsträgerübergreifendes Verkehrskonzept. Häfen gewährleisten mit ihrer Schnittstellenfunktion eine effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw und ermöglichen so nachhaltige Logistikketten. Voraussetzung ist eine funktionierende Infrastruktur im Verkehrsnetz.“