4. März 2026 | Regensburg
Mehr Güter per Schiff und Bahn im bayernhafen Regensburg
+++ Güterumschlag 2025 per Schiff und Bahn mit Plus 9,8 % +++ 102.832 TEU im Kombinierten Verkehr +++ 2.100 Arbeitsplätze bei den ansässigen Firmen +++

Im bayernhafen Regensburg wurden 2025 insgesamt 2,57 Mio. t Güter über die beiden Verkehrsträger Schiff und Bahn umgeschlagen. Rund 149.000 Lkw-Fahrten wurden durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren eingespart. (Foto: bayernhafen / Michael Ziegler)
Regensburg, 4. März 2026 – Im bayernhafen REGENSBURG wurden 2025 per Schiff und Bahn 2,57 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen, das sind 9,8 % mehr als im Vorjahr. Rund 149.000 Lkw-Fahrten wurden durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn eingespart.
Insgesamt schlug bayernhafen an seinen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau im vergangenen Jahr 8,37 Mio. Tonnen Güter per Schiff und Bahn um. Durch die Entwicklung eines Logistik- und Industrieparks im Landkreis Deggendorf – den bayernhafen InfraPark Plattling Stephansposching – schafft das Unternehmen zudem weitere Möglichkeiten für Ansiedlungen und Verkehrsverlagerung.
Im bayernhafen Regensburg betrug 2025 der Bahngüterumschlag 1,43 Mio. t, das sind 2,1 % mehr als im Vorjahr. Per Binnenschiff wurden in Regensburg, dem im Schiffsgüterumschlag in ganz Bayern führenden Hafen, 1,14 Mio. t umgeschlagen und damit 21 % mehr als 2025. Im Kombinierten Verkehr (KV) wurden 102.832 TEU (1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen und somit ein Plus von 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Neben Containern im Seehafenhinterlandverkehr mit Hamburg und Bremerhaven gehören dazu Wechselbrücken und Sattelauflieger im kontinentalen Verkehr. Per Schiff und Bahn werden z.B. Agrargüter, Baustoffe, Erze und Metalle, Nahrungsmittel, Brennstoffe, Recyclinggüter, Mineralien und Industriegüter wie Maschinen und Automotivteile sowie Schwergut wie Trafos und Kabeltrommeln transportiert.
Jobmotor und Standortfaktor
2025 wurde der 100. Geburtstag des Zusammenschlusses mehrerer Häfen zur heutigen Bayernhafen GmbH & Co. KG gefeiert, deren Hauptsitz Regensburg ist. Eine Erhebung unterstreicht die Bedeutung der bayernhafen-Standorte als regionale Jobmotoren: Die rund 400 ansässigen Unternehmen beschäftigen gemeinsam fast 16.000 Menschen.
Allein im bayernhafen Regensburg bieten die angesiedelten Firmen rund 2.100 Arbeitsplätze, das ist ein Zuwachs von 14,8% seit der Erhebung im Jahr 2016. Als Logistikdrehscheibe sichert der bayernhafen Regensburg gemeinsam mit den Hafenkunden die zuverlässige Versorgung von Gesellschaft und Industrie und ist für heimische Produkte das Tor zur Welt.
Investitionen und Ausblick
Die Ende 2025 erfolgte Einstellung der Trailer-Zugverkehre, die fast zwei Jahre zwischen Regensburg und Ungarn erfolgreich liefen, wird sich in den nächsten Verkehrszahlen bemerkbar machen. „Um die großen Trailer-Volumen im kontinentalen Verkehr nachhaltig auf die Schiene zu bekommen, wünschen wir uns auch von Verladerseite einen längeren Atem“, sagt bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „der Container im Seehafen-Hinterlandverkehr zeigt, wie das langfristig gelingt. Infrastruktur und Kapazität dafür sind in den bayernhafen-Standorten vorhanden“. Nach Abschluss der in diesem Jahr erfolgenden Generalsanierungen der Bahnstrecken Regensburg-Nürnberg bzw. -Passau wird mit einem zuverlässigen und leistungsfähigen Schienennetz gerechnet. Während der Bauarbeiten erwarten bayernhafen und die Hafenkunden erhebliche Auswirkungen durch Vollsperrungen und Umleiterstrecken.
Häfen gewährleisten mit ihrer Schnittstellenfunktion eine effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw und ermöglichen so nachhaltige Logistikketten.
bayernhafen Geschäftsführer
Joachim Zimmermann
„Aus den Fehlern der Vergangenheit sollte unbedingt gelernt werden. Damit es nicht auch bei den Wasserstraßen als klimafreundlicher Verkehrsträger zu einem nicht zu bewältigenden Sanierungsstau kommt, ist eine vernünftige, vorausschauende Finanzierung dieser erforderlich. Statt einer Inselbetrachtung braucht es ein ganzheitliches, verkehrsträgerübergreifendes Verkehrskonzept“, sagt bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann, der auch Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen e.V. ist, „Häfen gewährleisten mit ihrer Schnittstellenfunktion eine effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw und ermöglichen so nachhaltige Logistikketten. Voraussetzung ist eine funktionierende Infrastruktur im Verkehrsnetz.“
Den eigenen Investitionskurs in die Hafeninfrastruktur sowie Logistik- und Büroflächen für Unternehmen plant bayernhafen 2026 am Standort Regensburg mit einem Volumen von rund 11 Mio. Euro fortzusetzen, dazu gehören auch mehrere Jahre laufende Projekte. So investiert bayernhafen zum Beispiel unter Berücksichtigung der Denkmalschutz-Bestimmungen in die Modernisierung der ehemaligen DDSG-Gebäude an der Donaulände für eine weitere gewerbliche Nutzung als Pufferzone – erste Büroräume stehen voraussichtlich bereits im zweiten Halbjahr zur Vermietung zur Verfügung. Der Bereich gehört ebenso wie das Stadtlagerhaus zum laufenden Bebauungsplanverfahren für den Westhafen / Ölhafen. Erklärtes Ziel ist, aus der historisch gewachsenen Gemengelage Rechts- und Planungssicherheit für die Hafenkunden wie auch für die Nachbarn zu erreichen.
Durch eine etwaige Umnutzung des Stadtlagerhauses in ein Kreativareal dürfen für den Hafenbetrieb keinerlei Einschränkungen resultieren.