16. März 2026 | Bamberg

bayernhafen Bamberg legt beim Containerumschlag zu

+++ Güterumschlag 2025 per Schiff und Bahn mit Plus 1,7 % +++ 22.078 TEU im Kombinierten Verkehr +++ 2.089 Arbeitsplätze bei den ansässigen Firmen +++

Eine Erhebung unterstreicht die Bedeutung der bayernhafen-Standorte als regionale Jobmotoren. Im bayernhafen Bamberg bieten die angesiedelten Firmen rund 2.100 Arbeitsplätze. (Bildquelle: bayernhafen / Fotograf Daniel Reiter)

Bamberg, 16.03.2025 – Im bayernhafen BAMBERG wurden 2025 per Schiff und Bahn 371.353 Tonnen Güter umgeschlagen, das sind 1,7 % mehr als im Vorjahr. Rund 21.590 Lkw-Fahrten wurden durch die Verlagerung von Langstreckenverkehren auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn eingespart.

Insgesamt schlug bayernhafen an seinen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau im vergangenen Jahr 8,37 Mio. Tonnen Güter per Schiff und Bahn um. Durch die Entwicklung eines Logistik- und Industrieparks im Landkreis Deggendorf – den bayernhafen InfraPark Plattling Stephansposching – schafft das Unternehmen zudem weitere Möglichkeiten für Ansiedlungen und Verkehrsverlagerung.

Per Binnenschiff wurden 2025 im bayernhafen Bamberg 149.694 t umgeschlagen, das sind 11,1 % weniger als im Vorjahr. Der Bahngüterumschlag erreichte 221.659 t, das ist ein Plus von 12,8 % im Vergleich zu 2024. Im Kombinierten Verkehr (KV) wurden 22.078 TEU (1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen, 4,8 % mehr als im Vorjahr. Neben Containern im Seehafenhinterlandverkehr mit Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven gehören dazu spezielle Container, in denen Hausmüll für das Müllheizkraftwerk von Erlangen nach Bamberg transportiert wird. Per Schiff und Bahn wurden z.B. Agrargüter, Baustoffe, Holz und chemische Erzeugnisse für die Industrie sowie Schwergut wie z.B. Windkraftanlagen transportiert.

787 Flusskreuzfahrtschiffe haben die Anlegestellen im bayernhafen Bamberg genutzt, das entspricht dem Vorjahresniveau (791).

Jobmotor und Güterdrehscheibe

2025 wurde der 100. Geburtstag des Zusammenschlusses mehrerer Häfen zur heutigen Bayernhafen GmbH & Co. KG gefeiert. Eine Erhebung unterstreicht die Bedeutung der bayernhafen-Standorte als regionale Jobmotoren: Die rund 400 ansässigen Unternehmen beschäftigen gemeinsam fast 16.000 Menschen.

Allein im bayernhafen Bamberg bieten die angesiedelten Firmen rund 2.089 Arbeitsplätze, das ist ein Zuwachs von 17,3 % seit der Erhebung im Jahr 2016. Gemeinsam mit den Hafenkunden sorgt der bayernhafen Bamberg für die zuverlässige Versorgung von Gesellschaft und Industrie mit Gütern und ist für heimische Produkte das Tor zur Welt.

Als Standortarchitekt und Grundstückseigentümer stehen wir für ein langfristiges und nachhaltiges Flächenmanagement.

Alexander Zeiger,
Niederlassungsleiter bayernhafen Bamberg

Nachhaltiges Wachstum

Zu den langjährigen Ansiedlern gehört das Transport- und Logistikunternehmen Elflein, das bereits seit 1989 seinen Hauptsitz im Hafen hat. Die erneute Investition in den Neubau einer modernen Logistikhalle im bayernhafen Bamberg ist ein Beleg für die hohe Attraktivität des Standorts. Durch eine Umstrukturierung gemeinsam mit Ansiedlern gelang es bayernhafen, innerhalb des bestehenden Hafengebiets eine ausreichend große Fläche für das Projekt ohne zusätzlichen Flächenverbrauch zu schaffen. „Als Standortarchitekt und Grundstückseigentümer stehen wir für ein langfristiges und nachhaltiges Flächenmanagement“, sagt Alexander Zeiger, Niederlassungsleiter bayernhafen Bamberg, „dazu gehört, dass wir Flächen und Infrastruktur kontinuierlich optimieren und an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen.“ Im Dezember erfolgte der Spatenstich für die Elflein-Logistikimmobilie, die mit einer PV-Anlage zur Stromerzeugung und Wärmegewinnung ausgestattet wird. Zum Projekt gehören zudem ein Batteriespeicher und die Ladeinfrastruktur für E-LKW. Nach Fertigstellung wird die Halle an die HDE Logistik GmbH übergeben, an der neben Elflein auch die ebenfalls im Hafen ansässigen Firmen Herbst und Dümler beteiligt sind.

Häfen gewährleisten mit ihrer
Schnittstellenfunktion eine effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw und ermöglichen so nachhaltige Logistikketten.

Joachim Zimmermann,
bayernhafen-Geschäftsführer

Investitionen und Ausblick

Mit Blick auf den Nachholbedarf bei der Modernisierung im Schienennetz oder bei Brücken sagt bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann, der auch Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen e.V. ist: „Aus den Fehlern der Vergangenheit sollte unbedingt gelernt werden. Damit es nicht auch bei den Wasserstraßen als klimafreundlicher Verkehrsträger zu einem nicht zu bewältigenden Sanierungsstau kommt, ist eine vernünftige, vorausschauende Finanzierung dieser erforderlich. Statt einer Inselbetrachtung braucht es ein ganzheitliches, verkehrsträgerübergreifendes Verkehrskonzept. Häfen gewährleisten mit ihrer Schnittstellenfunktion eine effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw und ermöglichen so nachhaltige Logistikketten. Voraussetzung ist eine funktionierende Infrastruktur im Verkehrsnetz.“

Den eigenen Investitionskurs in die Hafeninfrastruktur und Logistikflächen für Unternehmen plant bayernhafen am Standort Bamberg auf hohem Niveau fortzusetzen. So investiert bayernhafen in den Neubau eines leistungsfähigen Terminals für den Kombinierten Verkehr auf einer durch eine Teilverfüllung eines rund 350 Meter langen Abschnitts im Bamberger Hafenbecken 1 gewonnenen Fläche. Hintergrund für das Projekt, das noch in der Planungsphase ist, ist die notwendige Anpassung der Schienen- und Terminalinfrastruktur innerhalb des Hafens im Zuge der neuen DB-ICE-Schnellfahrstrecke. Erklärtes Ziel ist, den Unternehmen in Bamberg und der Region Oberfranken auch weiterhin ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Containerzug-Verbindungen zu den Seehäfen zu ermöglichen. Diese sind für den Export wie auch für den Import von hoher Bedeutung. Neben dem Umschlag von Containern auf die Bahn ist zudem eine Umschlagfläche für Schwergut geplant, die den Transport per Binnenschiff ermöglicht. Durch das Projekt werden Langstreckengüterverkehre von der Straße auf die umweltverträglicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn verlagert und somit Straßen und Brücken entlastet.