kurs 12 2019 | GüterWege

Bahnfahren für Sattelauflieger und Wechselbrücken

Hellmann-Intermodalzug verbindet Regensburg und Hannover / Osnabrück

Reachstacker Umschlag Wechselbrücke Trailerport bayernhafen Regensburg

Bild: bayernhafen / Ingo Maschauer

Seit Anfang September 2019 werden Wechselbrücken und Mega-Sattelauflieger zwischen dem bayernhafen Regensburg und Niedersachsen rund 600 Kilometer auf der Schiene transportiert. Fünfmal wöchentlich verbindet der ­Intermodal­zug Regensburg mit Hannover und Osnabrück. Hellmann Worldwide Logistics hat als erster Logistik­dienst­leister den bestehenden Kontinentalverkehr zwischen Niedersachsen und Regensburg durch den Einsatz kranbarer Mega-­Sattelauflieger ausgebaut.

bayernhafen passte die Hafeninfrastruktur am Standort Regensburg kurzfristig an und ermöglichte so die neue KV-Verbindung. Bislang anderweitig genutzte Gleise und Lagerflächen wurden an die Bedürfnisse des neuen Intermodalangebots angepasst. Neu installiert wird auch ein Gate zur Erfassung der Ladekapazitäten. „Wir verstehen uns als Standort-Architekt”, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „daher bringen wir die eigene Planungs-, Bau- und Betreiberkompetenz mit ein, um schnell und flexibel die jeweils benötigte Infrastruktur zu schaffen.” Das Handling vor Ort übernimmt bayernhafen selbst.

KV entlastet die Straßen und schont die Umwelt

Mit dieser KV-Verbindung eröffnet Hellmann seinen ­Kunden die Möglichkeit, Transporte nun auch im Raum Regensburg von der Straße direkt auf die Schiene zu verladen. Damit zahlt das neue Angebot auch auf die aktuellen Forderungen der Bundesregierung ein, in den nächsten elf Jahren eine Steigerung der Bahntransporte von bis zu 30 Prozent zu erreichen, um die Klimaziele umzusetzen. Die Ausweitung des Kombinierten Verkehrs ist in diesem Zusammenhang eine wesentliche Maßnahme zur CO2-Reduktion.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner bayernhafen die weitere Entwicklung unserer Logistiklösungen und Netzwerke voranzutreiben. Damit haben wir nun auch im Raum Regensburg die Infrastruktur, die wir für nachhaltige und vor allem lückenlose Transportlösungen im Kombinierten Verkehr benötigen“, sagt Matthias Magnor, COO Road and Rail, Hellmann Worldwide Logistics. Mit dem Intermodalzug schafft Hellmann den Lückenschluss und bietet nun deutschlandweit auf allen Strecken einen vollumfänglich
Kombinierten Verkehr an.

Viel Potenzial für den KV in kontinentalen Relationen

„Jeder Sattelauflieger und jede Wechselbrücke, die auf der Langstrecke per Bahn unterwegs ist, entlastet die Straße und schont die Umwelt“, sagt Joachim Zimmermann, „der Transport von Containern zwischen See- und Binnenhäfen per Binnenschiff und Bahn ist längst ein Erfolgsmodell. Mit dem neuen Intermodalzug zwischen bayernhafen Regensburg und Niedersachsen werden jetzt auch kontinentale Ladungen weg von der Straße auf die Bahn verlagert. In kontinentalen Relationen liegt noch viel Potenzial für den Kombinierten Verkehr.“

6. Dezember 2019 | bayernhafen

„Ein starker Anschub für den Kombinierten Verkehr“

Übergabe Förderbescheid bayernhafne Nürnberg Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergibt Förderbescheide im bayernhafen Nürnberg; von links: Herr Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen GmbH & Co. KG; Herr Alexander Ochs, Mitglied der Geschäftsleitung Bayernhafen GmbH & Co. KG und Geschäftsführer der Hafen Nürnberg-Roth GmbH; Herr Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur; Herr Klaus Hohberger, Mitglied der Geschäftsleitung Bayernhafen GmbH & Co. KG; Herr Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg; Herr Marcus König, Mitglied des Stadtrates der Stadt Nürnberg und CSU-Fraktionsvorsitzender

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergibt persönlich Förderbescheide über insgesamt 14 Millionen Euro für die Erweiterung des Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) im bayernhafen Nürnberg und für den neuen Trailerport im bayernhafen Regensburg.

 

Nürnberg / Regensburg, 6. Dezember 2019 – An zwei bayernhafen Standorten geht es jetzt in die nächste Ausbaustufe: Im bayernhafen Nürnberg wird das TriCon Container-Terminal erweitert, weil die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Und im bayernhafen Regensburg gibt es in Bayern erstmals ein Terminal speziell für den Umschlag von Sattelaufliegern und Wechselbrücken auf die Bahn, den Trailerport. In Regensburg wird zudem die Kapazität des Containerterminals erhöht – der Förderbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur liegt hierfür bereits vor, bewilligt wurden Bundeszuwendungen in Höhe von bis zu 14,89 Millionen Euro.

Die beiden Förderbescheide für das KV-Terminal in Nürnberg und für den Trailerport in Regensburg hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer heute persönlich in Nürnberg übergeben: „Mein Haus macht jeden Tag aktiven Klimaschutz. Deshalb investieren wir auch in den Kombinierten Verkehr. Heute unterstützen wir mit 14 Millionen Euro die Umschlaganlagen in Nürnberg und Regensburg. Damit können wir mehr Güter auf Schiene und Wasserstraße verlagern. Das heißt: weniger Lkw-Fahrten, weniger Stau und weniger CO2-Emmissionen.“

Förderung des BMVI ist eine „eminent wichtige Starthilfe”

„Die Förderungen sind eine eminent wichtige Starthilfe”, betont bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, „gemeinsam mit unseren Partnern haben wir den Kombinierten Verkehr an unseren Standorten Nürnberg, Regensburg, Bamberg und Aschaffenburg groß gemacht. Jetzt steht die nächste Ausbaustufe an. Es freut uns sehr, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die beiden Förderbescheide persönlich übergibt. Das ist ein ganz starker Anschub für den Kombinierten Verkehr. Und es stärkt uns bei unserem Ziel, Langstreckenverkehre weg von der Straße auf Bahn und Binnenschiff zu verlagern.“ Von 1999 bis zum Jahr 2022 beträgt das Gesamtinvest in KV-Infrastrukturen an den bayernhafen Standorten einschließlich der Fördermittel voraussichtlich mehr als 100 Millionen Euro.

Bereits 1998 hat der Bund entschieden, den Kombinierten Verkehr auch außerhalb der Deutschen Bahn zu fördern. Eine Entscheidung mit Weitblick. Denn die ”Richtlinie zur Förderung von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs nicht bundeseigener Unternehmen” war ein Aufbruchsignal für den Kombinierten Verkehr (KV). Auch bayernhafen entwickelte auf eigenen Flächen KV-Terminals. Das erste nahm Ende 1999 in Aschaffenburg den Betrieb auf. 2006 folgten dann KV-Terminals in Nürnberg und Regensburg und 2008 in Bamberg. Die Infrastruktur dieser Terminals stellt bayernhafen, den Betrieb verantworten überwiegend Gesellschaften, an denen bayernhafen beteiligt ist. Im vergangenen Jahr wurden an den vier Standorten über 477.000 TEU (twenty foot equivalent unit) umgeschlagen. Der Anteil an der gesamten Umschlagskapazität von KV-Terminals in Bayern liegt bei rund 44 %.

KV-Terminal im bayernhafen Nürnberg: Ausbau im laufenden Betrieb

Die Kapazität des KV-Terminals Nürnberg in den Modulen 1 und 2 ist erreicht. Das Terminal wird daher auf dem vorhandenen Grundstück ausgebaut, um die vorhandene Fläche noch effektiver zu nutzen. Zudem wird die Fläche um zwei neue Abstellgleise erweitert. In Modul 1 werden u.a. zwei Abstellgleise zu Umschlaggleisen, und es wird drei neue Krananlagen geben. Die Gesamtinvestition in den Ausbau des KV-Terminals im bayernhafen Nürnberg beträgt rund 20 Millionen Euro. Die Genehmigung des Terminalausbaus durch die Regierung von Mittelfranken liegt bereits vor. Der Baubeginn ist geplant für 2020, die Inbetriebnahme für Ende 2022 / Anfang 2023.

Das KV-Terminal Nürnberg ist per Intermodalzug fahrplanmäßig verbunden mit den deutschen Seehäfen, mit Rotterdam, transalp mit Norditalien sowie mit dem chinesischen Chengdu und von dort zu weiteren chinesischen Destinationen. „Unternehmen in der gesamten Metropolregion Nürnberg profitieren vom KV-Terminal im bayernhafen Nürnberg – und dies im Import wie im Export”, sagt Alexander Ochs, Mitglied der bayernhafen Geschäftsleitung und Geschäftsführer der Betreibergesellschaft von bayernhafen Nürnberg und Roth, der Hafen Nürnberg-Roth GmbH, „jetzt steht die nächste Ausbaustufe an – die KV-Förderung des Bundes unterstützt uns dabei.”

bayernhafen Regensburg: erstes Terminal speziell für den Umschlag von Wechselbrücken und Sattelaufliegern in Bayern

Im neuen ’Trailerport’ für kontinentale Verkehre im bayernhafen Regensburg werden Wechselbrücken und Sattelauflieger auf die Bahn verladen und sparen so Transportstrecken auf der Straße. Zielverkehre für das Terminal werden zum einen innerdeutsche Relationen sein, um z.B. den Zulieferverkehr für den Automotivesektor zu optimieren. Zum anderen werden aber auch Zusatzkapazitäten für den typischen alpenquerenden Güterverkehr geschaffen, um z.B. die Brennerautobahn zu entlasten. Neu investiert wird vor allem in den Bereich Terminaldigitalisierung, um die Datenerfassung und den Ladungsdurchlauf zu beschleunigen. „Wir freuen uns, mit der Unterstützung des Bundes beschleunigt den Bedarf nach neuen Verkehrsverknüpfungen decken zu können”, sagt Klaus Hohberger, Mitglied der Geschäftsleitung bayernhafen. „Gespräche mit zukünftigen Nutzern laufen bereits.”

26. September 2019 | Regensburg

Bahnfahren für Sattelauflieger und Wechselbrücken

Kombinierter Verkehr zwischen Regensburg und Niedersachsen von Hellmann Worldwide Logistics erweitert – bayernhafen ermöglicht neue KV-Verbindung durch kurzfristige Anpassung der Infrastruktur – KV entlastet die Straßen und schont die Umwelt

Reachstacker Liebherr Verladung Wechselbrücke bayernhafen Regensburg

Bildquelle: bayernhafen Regensburg – I.Maschauer

Regensburg, 26.09.2019 – Seit September werden Wechselbrücken und Mega-Sattelauflieger zwischen dem bayernhafen Regensburg und Niedersachsen rund 600 Kilometer auf der Schiene transportiert. Fünfmal wöchentlich verbindet der neue Intermodalzug Regensburg mit Hannover und Osnabrück. Hellmann Worldwide Logistics hat als erster Logistikdienstleister den bestehenden Kontinentalverkehr zwischen Niedersachsen und Regensburg durch den Einsatz kranbarer Mega-Sattelauflieger ausgebaut. Mit dem neuen Intermodalzug schafft Hellmann den Lückenschluss und bietet nun deutschlandweit auf allen Strecken einen vollumfänglich Kombinierten Verkehr an. Bayernhafen ermöglichte die neue KV-Verbindung durch eine kurzfristige Anpassung seiner Infrastruktur am Standort Regensburg.

Bislang anderweitig genutzte Gleise und Lagerflächen wurden kurzfristig an die Bedürfnisse des neuen Intermodalangebots anpasst. Neu installiert wird auch ein Gate zur Erfassung der Ladekapazitäten. ”Wir verstehen uns an unseren sechs bayernhafen-Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau als Standort-Architekt”, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann. ”Daher bringen wir die eigene Planungs-, Bau- und Betreiberkompetenz mit ein, um schnell und flexibel die jeweils benötigte Infrastruktur zu schaffen.” Das Handling vor Ort übernimmt bayernhafen selbst.

Mit der neuen KV-Verbindung eröffnet Hellmann seinen Kunden die Möglichkeit, Transporte nun auch im Raum Regensburg von der Straße direkt auf die Schiene zu verladen. Damit zahlt das neue Angebot auch auf die aktuellen Forderungen der Bundesregierung ein, in den nächsten elf Jahren eine Steigerung der Bahntransporte von bis zu 30 Prozent zu erreichen, um die Klimaziele umzusetzen. Die Ausweitung des Kombinierten Verkehrs ist in diesem Zusammenhang eine wesentliche Maßnahme zur CO2-Reduktion.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner bayernhafen die weitere Entwicklung unserer Logistiklösungen und Netzwerke voranzutreiben. Damit haben wir nun auch im Raum Regensburg die Infrastruktur, die wir für nachhaltige und vor allem lückenlose Transportlösungen im Kombinierten Verkehr benötigen“, erläutert Matthias Magnor, COO Road and Rail, Hellmann Worldwide Logistics.

”Jeder Sattelauflieger und jede Wechselbrücke, die auf der Langstrecke per Bahn unterwegs ist, entlastet die Straße und schont die Umwelt“, sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, ”der Transport von Containern zwischen See- und Binnenhäfen per Binnenschiff und Bahn ist längst ein Erfolgsmodell. Mit dem neuen Intermodalzug zwischen bayernhafen Regensburg und Niedersachsen werden jetzt auch kontinentale Ladungen weg von der Straße auf die Bahn verlagert. Wir freuen uns darauf, die neue Relation Regensburg-Niedersachsen zusammen mit dem starken Partner Hellmann zu einem Erfolgsmodell zu machen. In kontinentalen Relationen liegt noch viel Potenzial für den Kombinierten Verkehr.”

Reachstacker Liebherr Verladung Wechselbrücke Bildquelle: bayernhafen Regensburg – I.Maschauer

26. November 2018 | Nürnberg

Marzipan meets Lebkuchen – erfolgreiche Logistikregionen im Dialog

Referenten bayernhafen Nürnberg

Die Referenten aus Nürnberg und Lübeck

Nürnberg, 07.11.2018 – Die Hafen- und Logistikregionen Lübeck und Nürnberg rücken durch den neuen „Bavaria Shuttle“, der über Lübeck und Nürnberg Skandinavien sowie Russland und die Baltischen Staaten mit Bayern, West-Tschechien, Österreich und Ungarn verbindet, näher zusammen.

Bei einer dialog Veranstaltung im bayernhafen Nürnberg wurde die neue Verbindung der European Cargo Logistics GmbH (ECL) – einer Beteiligungsgesellschaft der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) – sowie neue Chancen und erweiterte Potenziale für die Hafen- und Logistikregionen Lübeck und Nürnberg vorgestellt. Wertvolle Gesprächspartner aus beiden Regionen, Persönlichkeiten aus Industrie und Handel sowie Ansprechpartner aus Hafen- und Logistik-Unternehmen traten in den dialog.

Die Keynote-Speech von Prof. Dr. Rudolf Aunkofer, Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), unter dem Titel „Disruption, Plattform, Netzwerk, Access – Wie Industrie & Logistiker mit den ‚Zauberwörtern‘ der digitalen Wirtschaft neue Märkte erschließen und ihren Umsatz nachhaltig steigern können“

beinhaltete die Kernthemen Individualisierung als Trend beim Konsumenten sowie in der Produktion, die Erfolgs-Faktoren der digitalen Welt & die Key-Rolle der Logistik sowie abschließend die Attraktivität, Chancen und Potenziale des nordischen Wirtschaftsraumes.

Jörg Ullrich, Geschäftsführer ECL GmbH und Vorsitzender des Vorstandes logRegio e.V. präsentierte den Nürnbergern die Hafen- und Logistikregion Lübeck.

In einer Paneldiskussion wurde letztendlich das „richtige Rezept“ für die Relation Nürnberg – Lübeck von Seiten der Operateure und Nutzer erläutert. Beim anschließenden Gettogeher konnten die Gäste dieses Rezept in kulinarischer Runde verfeinern.

20. September 2018 | Nürnberg

Lübecker und Nürnberger Hafen jetzt per Nachtsprung verbunden

„Bavaria Shuttle“ verknüpft die Ostsee-Region mit Süd-Deutschland, Österreich und Ost-Europa

Terminal Kombinierter Verkehr bayernhafen Nürnberg LKW Container Bahn

Der „Bavaria Shuttle“ befördert kranbare Trailer & Container direkt ins TriCon-Terminal

(Lübeck/Nürnberg, 20. September 2018) Die European Cargo Logistics GmbH (ECL) – eine Beteiligungsgesellschaft der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) – fügt ihrem Intermodal-Netzwerk eine weitere Destination hinzu. Über das Terminal der TriCon Container-Terminal Nürnberg GmbH im bayernhafen Nürnberg werden Skandinavien sowie Russland und die Baltischen Staaten mit Bayern, West-Tschechien, Österreich und Ungarn verbunden.

Ende August startete der erste „Bavaria Shuttle“ aus dem Intermodal-Terminal in Travemünde (Baltic Rail Gate) in Richtung Bayern. Zunächst dreimal wöchentlich transportiert der neue Zug über Lübeck Trailer und Container zwischen Lübeck und Nürnberg. „Mit der neuen Verbindung erschließen wir ein großes Einzugsgebiet für intermodale Transportlösungen.  Die Züge laufen jeweils im Nachtsprung und sind in Lübeck wie üblich ideal an die Fähr-Abfahrten und –Ankünfte angeschlossen“, erläutert Tobias Behncke, der den Intermodalbereich der ECL verantwortet. Bereits Anfang Oktober soll die Frequenz von aktuell drei Abfahrten pro Woche auf tägliche Abfahrten je Richtung erhöht werden. ECL rechnet damit, im ersten Jahr rund siebzehntausend Einheiten von der Straße auf die Schiene zu verlagern und damit einen nicht unerheblichen Beitrag zur CO2-Reduzierung zu leisten.

„Der „Bavaria Shuttle“ befördert kranbare Trailer & Container und bietet alle Vorteile unseres ONE-STOP-SHOP Service“, erläutert ECL-Geschäftsführer Jörg Ullrich und führt weiter aus: „Der Spediteur bekommt hier bei Bedarf alles, was er braucht, aus einer Hand: Von der Fährbuchung über die Zugbuchung bis hin zu Trucking-Lösungen an den Terminals. Dafür haben wir in TriCon und bayernhafen die idealen Partner zur Realisierung gefunden.“

„Die Intermodal-Relation Nürnberg-Lübeck ist die Stammstrecke Mitteleuropas“,

sagt Alexander Ochs, Prokurist und Intermodalverantwortlicher von bayernhafen und Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg, der Hafen Nürnberg-Roth GmbH, „Güter aus dem gesamten Ostseeraum gehen jetzt von Lübeck fahrplanmäßig zum bayernhafen Nürnberg – und von dort weiter nach ganz Bayern, Tschechien, Österreich, in die Slowakei, Ungarn und nach Norditalien. Genauso funktioniert es in die Gegenrichtung. Die neue Direktachse zwischen den beiden überregionalen Hubs Lübeck und Nürnberg verbindet fahrplanmäßig Märkte und Unternehmen in Nord-, Mittel-, Süd- und Südosteuropa. Der ‚Bavaria Shuttle‘ ist ein starkes Rückgrat für die europäische Logistik.“

European Cargo Logistics GmbH

Die European Cargo Logistics GmbH ist Marktführerin im Bereich Papier- und Forstproduktelogistik und ist in diesem Bereich seit über vierzig Jahren am Standort Lübeck aktiv. Mit der weiteren Niederlassung in Rostock und einem Büro in St. Petersburg werden europaweit und branchenübergreifend vielfältige Straßen- und Bahntransporte, Intermodalverkehre sowie Speditionsdienstleistungen angeboten. ECL ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH. Lesen Sie mehr unter www.ecl-online.de.

Zu bayernhafen gehören die sechs Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau. Die Lage an wirtschaftsgeografisch bedeutenden Knotenpunkten kombiniert mit einer effizienten Verknüpfung der Verkehrswege Wasser, Schiene und Straße zeichnet die Standorte aus. bayernhafen ist ein aktiver Moderator für die Entwicklung von Logistiklösungen sowie Netzwerken. bayernhafen agiert als Standortarchitekt, der unternehmens- und standortübergreifend Strategien entwickelt, in leistungsfähige Infrastruktur investiert und in enger Zusammenarbeit mit den Hafenansiedlern neue Wertschöpfungspotenziale erschließt. Ziel ist es, die Position der Häfen als Logistikstandorte und Drehscheiben für den weltweiten Warenaustausch weiter zu stärken. Ein strategisches Flächenmanagement gewährleistet dabei einen Branchen-Mix aus Transport, Lagerung, Logistik, Dienstleistung und Produktion. Betreiber der Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Regensburg und Passau ist die Bayernhafen GmbH & Co. KG. Geschäftsführer ist Joachim Zimmermann. Die Standorte Nürnberg und Roth werden von der Hafen Nürnberg-Roth GmbH betrieben, an der die Bayernhafen GmbH & Co. KG mit 80 Prozent, die Stadt Nürnberg mit 19 Prozent und die Stadt Roth mit einem Prozent beteiligt sind.

 

5. September 2018 | Nürnberg

Die Königsetappe Nürnberg-Chengdu

Nürnberg und China rücken noch näher zusammen

Delegation Chengdu im bayernhafen Nürnberg vor Reachstacker

Über den erfolgreichen Start der zweiten wöchentlichen Verbindung von Chengdu nach Nürnberg freuen sich v.l. : You Caiqiong, CDiRS; Zhang Li, CdiRS, Head of Dispatching & management of Train Department; Lei Ming, CDiRS; Alexander Ochs, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg, der Hafen Nürnberg-Roth GmbH; Chen Ze Jun, Deputy General Manager CIPI Chengdu International Railway Port Investment & Development Group; Guido Ellner, bayernhafen; Tommy Tan, President Fa. EPU; Liang Yu, EPU Operations Logistics specialist; Liu Yong, Fa. CdiRS, Head of Risk control Department

Nürnberg, 05. September 2018 – Nürnberg und China rücken noch näher zusammen: Ab sofort verkehrt der Güterzug Nürnberg-Chengdu zweimal die Woche – und das in beiden Richtungen. Die einfache Fahrzeit beträgt wie bisher rund 15 Tage, nur halb so lang wie mit dem Seeschiff. Ein wesentlicher Teil der 40-Fuß-Container enthält Automotive-Produkte, für den Import wie den Export.

Im Rahmen der chinesischen ‚One Belt – one Road‘-Initiative, auch Neue Seidenstraße“ genannt, verkehrt seit Oktober 2015 wöchentlich ein Güterzug zwischen der westchinesischen 14-Millionen-Metropole Chengdu und dem bayernhafen Nürnberg, der mit den Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Roth, Regensburg und Passau zu bayernhafen gehört. Jetzt verdoppelt der Betreiber des Zuges, der Railport Chengdu, wegen der hohen Nachfrage die Frequenz; so sind ab sofort wöchentlich zwei Züge in beiden Richtungen unterwegs. Die Fahrt über Polen, die Ukraine, Weißrussland, Russland, Kasachstan bis nach China dauert rund 15 Tage.

Der neue Zug wird konstant mit insgesamt einundvierzig 40-Fuß-Containern fahren – dies bleibt auch so bei den Spurwechseln zwischen der Standardspur und der russischen Breitspur. So ist beim Spurwechsel kein Neurangieren notwendig, was den Zug noch schneller macht. In Chengdu läuft der Zug den Railport an, von dem aus die Container zu Zielen in ganz China weiterverteilt werden – in der Gegenrichtung läuft es genauso.

Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, betont die Bedeutung der Metropolregion Nürnberg als Automotive-Standort und die engen wirtschaftlichen Beziehungen mit China: „Nürnberg liegt nun an der Seidenstraße! Die hohe Akzeptanz der Güterzugverbindung Nürnberg-Chengdu und die Verdoppelung der Frequenz stärken die Position des trimodalen Güterverkehrszentrum bayernhafen Nürnberg als regionaler Hub der ’Neuen Seidenstraße’ für Süddeutschland und Norditalien. Nürnberg ist damit Brücke und Plattform für ganz Bayern und Süddeutschland für den europäisch-chinesischen Handel.” Beim Besuch einer Nürnberger Wirtschaftsdelegation in Chengdu im November 2017 hatten Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas und Chengdus Oberbürgermeister, Luo Qiang, bereits eine Wirtschaftskooperation zwischen beiden Städten unterzeichnet.

„Stimmt die Wirtschaftskraft der Regionen, lassen sich auch tragfähige paarige Verkehre realisieren”, sagt Alexander Ochs, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg, der Hafen Nürnberg-Roth GmbH, Unternehmen aus der gesamten Metropolregion Nürnberg haben so die Chance, ihre Zusammenarbeit mit chinesischen Kunden und Partnern weiter auszubauen – das bietet den Kunden nachhaltigen Mehrwert. Der zweite Zug nach Chengdu beweist: Das Konzept der eisernen Seidenstraße setzt sich in Bayern durch. Doppelt fährt besser.“