Historie

Geschichte der bayernhafen Gruppe

Das Königreich Bayern hat früh die Bedeutung einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur erkannt. So wurden an den wichtigsten Schnittstellen der Verkehrsträger auch Häfen errichtet. Bereits vor dem ersten Weltkrieg entstanden die wegen ihrer Größenordnung damals viel beachteten bayerischen Häfen in Ludwigshafen, Regensburg, Passau und Aschaffenburg.

Als 1920 die Ländereisenbahnen auf das Reich übergingen, hat sich das Land Bayern seine staatlichen Häfen, die zur Versorgung der Bayerischen Staatsbahn ausgebaut worden waren, vertraglich zurückbehalten. Diese waren von der Eisenbahnverwaltung bisher jedoch als Nebenbetriebe geführt worden. Eine neue Organisation wurde nötig.

Die Landeshafenverwaltung entsteht

Durch die Verordnung vom 27. August 1925 wurden die Hafenämter in Ludwigshafen, Aschaffenburg, Regensburg und Passau eingerichtet. Gemeinsam bildeten sie die „Landeshafenverwaltung" in der Staatsbauverwaltung, die wiederum dem Staatsministerium des Innern unterstand.

1931 wurde das Hafenamt Passau aufgelöst und die Geschäftsaufgaben dem Hafenamt Regensburg zugewiesen. Nach dem 2. Weltkrieg verlor Bayern mit seinen linksrheinischen Landesteilen auch die Häfen Ludwigshafen, Speyer und Maximiliansau. In den Stammlanden blieben die Hafenämter Regensburg und Aschaffenburg mit den zugehörigen Häfen.

Vom Hafenamt zum Wirtschaftsbetrieb


Ein Paradigmenwechsel fand am 1. April 1953 statt. Die bis dahin noch als Einzelbetriebe kameralistisch (= nur Einnahme-/ Ausgaberechnung) verwalteten Hafenämter wurden zu einem kaufmännisch geführten Wirtschaftsbetrieb zusammengefasst. Damit war der Grundstein für ihre unternehmerische Ausrichtung gelegt.

1958 wurde in Bamberg ein weiterer Bayerischer Landeshafen errichtet, der den alten, 1912 erbauten städtischen Prinz-Ludwig-Hafen ersetzte. Dazu wurde am 13. Mai 1958 die Hafenverwaltung Bamberg eingerichtet. Die Einweihung des Hafens fand am 25. September 1962 statt, gleichzeitig konnte der Abschluss des Mainausbaus gefeiert werden.

Nürnberg wird Hafenstadt

Am 11.11.1966 wurde in Nürnberg der sog. Hafenvertrag unterzeichnet. Er regelt die sachlichen und finanziellen Beziehungen zwischen der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern beim Bau und Betrieb des Staatshafens. Am 01.09.1967 wurde dazu die Hafenverwaltung Nürnberg eingerichtet. Der jüngste bayerische Landeshafen wurde am 23.09.1972 feierlich vom damaligen Ministerpräsidenten Alfons Goppel eröffnet, zeitgleich wurde der Main-Donau-Kanal bis Nürnberg fertig gestellt.

1992 Eröffnung des Main-Donau-Kanals. Die Verbindung von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer ist geschlossen.

Der Betrieb des Hafens Nürnberg wurde zum 01.01.1995 auf die damals neu gegründete Hafen Nürnberg-Roth GmbH übertragen, an der die heutige Bayernhafen GmbH & Co. KG mit 80 % beteiligt ist, weitere Gesellschafter sind die Städte Nürnberg und Roth, mit 19 bzw. 1 % Geschäftsanteil

2005 - Aus der Landeshafenverwaltung wird die Bayernhafen GmbH & Co. KG

Am 01.06.2005 beginnt für die vormaligen Bayerischen Landeshäfen eine neue Zeitrechnung. Aufgrund eines Kabinettsbeschlusses aus dem Jahr 2004 wird die Bayerische Landeshafenverwaltung zur privatrechtlich organisierten Bayernhafen GmbH & Co. KG. Durch diese Änderung der Rechtsform erschließen sich neue Möglichkeiten hinsichtlich Finanzierung, Beteiligung und Erschließung neuer Geschäftsfelder.

An den Betreibergesellschaften der neu errichteten Terminals für den Kombinierten Verkehr in Nürnberg (Jahr 2006), in Bamberg (2008) und Aschaffenburg (2012) ist die Unternehmensgruppe beteiligt.

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