
Eine Idee wurde Wirklichkeit
Die Geschichte des Hafens Nürnberg ist weit älter als die moderne Anlage vermuten lässt.
Über Jahrhunderte war es nur die Geschichte einer kühnen Idee: Main und Donau durch eine künstliche Wasserstraße zu verbinden und damit einen durchgehenden Schifffahrtsweg von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer quer durch ganz Europa zu verwirklichen.
Nachdem seit dem 8. Jahrhundert mehrere Versuche zur Umsetzung des Projektes unternommen wurden, nahm die Vorstellung erstmals wieder im 19. Jahrhundert konkrete
Züge an.
Die politische Landschaft hatte sich nach der Ära Napoleons und dem Wiener Kongress gründlich geändert.
Die Idee, Franken mit Altbayern und die südlichen Staaten des Deutschen Bundes mit den nördlichen Nachbarn aus politischen und wirtschaftlichen Gründen enger zu verbinden, ließ die Planung der künstlichen Wasserstraße stark vorantreiben.
1825 beauftragte dann König Ludwig I. den Bau einer Kanalverbindung.
Nach mehrjähriger Vorbereitung schuf das "Gesetz die Erbauung eines Kanals zur Verbindung des Rheins mit der Donau betreffend" die Voraussetzungen für einen Aktienverein, der die Finanzierung des Projektes mit Aktien im Nennwert von 8,5 Millionen Gulden sichern sollte.